So geht Maske: Emmanuel Macron erklärt Schülern in Poissy, worauf es in der Coronakrise ankommt. Foto: AFP/IAN LANGSDON

Frankreichs schicker Staatspräsident Emmanuel Macron achtet darauf, dass in der Coronakrise seine Maske zum Anzug passt. Dafür erntet er gehässige Kommentare im Netz.

Stuttgart - Wenn es um Mode und Stil geht, kann man es den Franzosen, vor allem den Parisern, schwerlich recht machen. Selbst ihren eigentlich superschnieken, stets auf seine Frisur und Figur achtenden Präsidenten verhöhnen sie in den sozialen Medien, als hätte sich Emmanuel Macron die eigene Unterhose über den Kopf gezogen. Dabei war der 42-Jährige lediglich mit einer dunklen Atemschutzmaske zu Besuch in einer Schule in Poissy, eine knappe Stunde Autofahrt von Paris entfernt, wo man sich normalerweise vor Modekritikern sicher wähnen könnte.

Theatrale Gestik

Zudem wollte der Präsident als politisch korrekter Patriot mit einer Maske aus heimischer Produktion beim Volk punkten, wobei der edel in Schwarz und Blau schimmernde Atemschutz aus der Strumpffabrik Chanteclair passend zur Anzugfarbe seitlich auch noch mit einer Trikolore verziert war. Doch Macron erntete wieder einmal nur: Häme. Die für Macron typische theatrale Gestik in Kombination mit der Räubermaske wirke martialisch und aufgesetzt, also lächerlich, so lautete das vernichtende Urteil der Twitter-Gemeinde. Das verstehe, wer wolle. Die Franzosen sollten sich den bayrischen Ministerpräsidenten mit seinem folkloristischen Gesichtsdirndl in Weiß und Blau genauer anschauen, dann wüssten sie die dezente Coolness ihres Präsidenten wieder zu schätzen.

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