Corona-Bier gehört zu den weltweit meistkonsumierten Biermarken. Wie geht das Unternehmen mit dem Coronavirus um? (Archivbild) Foto: dpa/Denis Düttmann

Das Coronavirus bestimmt derzeit die Schlagzeilen – nicht nur in Deutschland, ist der Begriff Corona seitdem besetzt. Die unglückliche namentliche Deckung mit der Biermarke Corona mag dabei ins Auge fallen. Wir haben bei dem Unternehmen nachgefragt.

Bremen - Bis vor wenigen Wochen noch dachten die meisten wahrscheinlich an Bier, wenn das Wort Corona fiel. Mit der Ausbreitung des Coronavirus ist das anders, die Lungenkrankheit bestimmt die Schlagzeilen, das Thema bekommt weltweite Aufmerksamkeit. Wer Corona googelt, landet erst mal auf Nachrichtenportalen, bevor es ihn auf der sechsten Position auf die Webseite der mexikanischen Biermarke verschlägt. Was macht man da als Unternehmen?

Auf Anfrage unserer Zeitung sagt ein Unternehmenssprecher: „Unsere Gedanken sind bei denen, die vom Coronavirus betroffen sind.“ Ihre Gesundheit und baldige Genesung habe „absolute Priorität.“ Zu möglichen Auswirkungen auf den Umsatz oder unsere zufällig gleichnamige Marke könne und wolle sich das Unternehmen darum nicht äußern.

Warum die namentliche Deckung?

Die namentliche Deckung kommt so zustande: Der Name des Virus leitet sich aus dem Lateinischen ab, wobei Corona eine Krone oder Sonnenkorona bezeichnet, und die Form des Erregers einer Sonnenkorona ähnelt. Die Biermarke Corona, die vollständig Corona Extra heißt, wählte den Namen nach Unternehmensangaben in der Absicht, Bier zu brauen, das der spanischen Krone gerecht würde. Das Flaschenetikett ist in den 1940er Jahren entstanden.

Die Firma Anheuser-Busch InBev, die Corona auch in Deutschland vertreibt und eine große Niederlassung in Bremen hat, ist die weltweit größte Brauereigruppe. Sie setzte im Jahr 2018 fast 55 Milliarden US-Dollar um. Zu den in Deutschland bekannten Marken der der Gruppe zählen neben Corona auch Budweiser, Beck’s, Hasseröder und Diebels.

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