In Stuttgart gilt derzeit Feinstaubalarm. Foto: dpa

Angesichts der aktuellen Wetterlage bleibt es bei sonnigem Wetter ohne Wind und Regen. SSB und Verkehrsleitzentrale werten unterdessen die Folgen des ersten Feinstaubalarms dieser Saison aus.

Stuttgart - „Die Sonne scheint, Regen ist nicht in Sicht“ – Diese Aussage wird derzeit jeder treffen, Clemens Steiner vom Deutschen Wetterdienst schaut aber noch intensiver in den aktuellen Oktoberhimmel: „Das ist eine Hochdrucklage, die voraussichtlich noch bis Donnerstag dieser Woche anhalten wird.“ Und das bedeutet mehr Feinstaub in der Stuttgarter Luft. Schon mehr als 30 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft hat der Wetterdienst am Montag gemessen, deshalb besteht ja auch aktuell der erste Feinstaubalarm dieses Herbsts. Steiner: „Für Donnerstag ist eine Störung in Sicht mit Wolken und leichtem Regen, aber davon wird wohl erst am Abend etwas zu spüren sein. Erst am Freitag greift dann dieser Wetterumschwung durch.“ Deshalb gilt der aktuelle Feinstaubalarm noch bis einschließlich Donnerstag.

Verkehrsleitzentrale: keine besonderen Vorkommnisse

Offen ist noch, wie viele an diesem Montag der Empfehlung gefolgt sind, während der Feinstaubalarm-Tage das eigene Auto stehenzulassen und stattdessen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Die Verkehrsleitzentrale hat zum Auftakt erst mal keine besonderen Vorkommnisse feststellen können. Die Sprecherin Jana Steinbeck: „Wir sammeln erst mal die Informationen über den Straßenverkehr in den ersten 24 Stunden des Feinstaubalarms, um Aussagen machen zu können, ob und wie der Individualverkehr abgenommen hat. Am Mittwoch wissen wir mehr“.

Fragen und Antworten zum Feinstaubalarm finden Sie hier.

Gelassenheit herrscht auch bei der SSB: „Es sind bei uns keine Meldungen wegen überfüllter Busse oder Bahnen eingegangen“, erklärt etwas sarkastisch deren Sprecher Hans Joachim Knupfer. Seine Vermutung: „Bei diesem schönen Wetter nimmt doch jeder, der kann, sein Fahrrad“. Aber er stellt auch fest: „Wir sind bestens auf alle Eventualitäten vorbereitet. Der Feinstaubalarm gehört inzwischen zu unserem Repertoire.“

Außerdem: Sehen die zehn wichtigsten Fakten zu Feinstaub in Stuttgart im Video:

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Fehlerquote bei Automaten

Einige Fahrkartenautomaten haben am Montag Vormittag davon aber noch nichts mitbekommen, sie haben das Tagesticket noch zu 6,90 Euro für zwei Zonen statt zu den reduzierten 4,80 Euro angeboten. Knupfer gibt zu: „Da hat es eine minimale Fehlerquote gegeben von ein bis zwei Prozent bei unseren mehr als 450 Automaten. Die sind aber inzwischen behoben worden, wir haben die Änderungen dort noch einmal neu draufgespielt“, versichert er nach Rücksprache mit den dafür zuständigen Technikern. Seine Begründung: „In den Außenbezirken gibt es noch einige wenige Automaten, die noch nicht direkt mit uns verbunden sind, sondern mit denen wir über Funk kommunizieren. Aber die sind jetzt auch auf dem aktuellen Stand.“

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