Um den Stickoxidausstoß in der Talstraße zu senken, will die Stadt Bussen Vorfahrt einräumen, Bäume pflanzen und Ampelanlagen umprogrammieren. Foto: picture alliance /Ina Fassbender

An zwei Stellen in der Stadt liegt die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid noch deutlich über dem EU-Grenzwert. Für die Talstraße hat sich die Stadt jetzt etwas einfallen lassen, um den Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft künftig einzuhalten.

Stuttgart - Trotz der in Stuttgart insgesamt gesunkenen Belastung der Luft durch Stickoxide und Feinstaub werden an der Pragstraße in Bad Cannstatt und an der Talstraße im Stuttgarter Osten die geltenden Jahresmittelgrenzwerte für Stickstoffdioxid noch immer überschritten. Auf Antrag der SPD-Fraktion im Rathaus hat die Verwaltung nun im Technikausschuss Maßnahmen für eine Reduzierung der Schadstoffe präsentiert.

So wird Ende April die vorhandene Busspur auf der Talstraße stadteinwärts in Richtung Wagenburgtunnel verlängert, und zwar zwischen der Landhausstraße und der Leo-Vetter-Straße. Die Markierungsarbeiten beginnen an diesem Wochenende 24./25. April. Zudem ist eine Anpassung der Ampelschaltungen in Vorbereitung, um den Verkehrszufluss auf der Talstraße, die durch dicht bewohntes Gebiet führt, weiter zu drosseln. Perspektivisch sollen entlang der Straße zudem zahlreiche neue Bäume gepflanzt werden, auch eine Änderung der Linienführung für die Buslinie 45 ist anvisiert. Mit den Maßnahmen will die Stadt erreichen, dass der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auf allen allen Abschnitten der Talstraße eingehalten wird. Zuletzt hatten Spotmessungen gezeigt, dass vor allem im Bereich der Kreuzung Tal-/Landhausstraße die Werte mit 46 beziehungsweise 49 Mikrogramm noch deutlich über den von der EU festgelegten Richtwerten liegen.

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