Am Freitag um 14 Uhr beginnen die Lufthansa-Flugbegleiter ihre Streiks in Frankfurt und Düsseldorf. Foto: dpa

Auf den Flughäfen Frankfurt und Düsseldorf treten die Flugbegleiter der Lufthansa am Freitag um 14 Uhr in den Ausstand. 290 Flüge sind gestrichen, darunter 23 Interkontinental-Verbindungen. Auch am Samstag wird gestreikt.

Frankfurt/Main - Die Flugbegleiter der Lufthansa beginnen ihren Streik am Freitagnachmittag an den Flughäfen Frankfurt und Düsseldorf. Dort seien die Mitglieder von 14 Uhr bis zum Betriebsschluss zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Am Samstag wird der Streik ausschließlich am Drehkreuz Frankfurt fortgesetzt. Dort sind die Flugbegleiter der Mittelstreckenflugzeuge von 6 bis 23 Uhr zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, teilte die Gewerkschaft Ufo in Frankfurt mit.

Der Flughafen München werde wegen des Endes der Herbstferien in Bayern bis einschließlich Sonntag von dem Ausstand ausgenommen. Weitere Einzelheiten für die kommenden Tage würden erst im Laufe des Tages mitgeteilt, hieß es.

Am Freitag wurden 290 Flüge gestrichen, darunter 23 Interkontinental-Verbindungen. Von den Absagen in Frankfurt und Düsseldorf seien 37.500 Passagiere betroffen, teilte die Airline mit.

Knapp zehn Prozent der Flüge fallen aus

Gerechnet auf die gesamte Lufthansa-Gruppe entspreche das nur knapp zehn Prozent der für diesen Tag geplanten Flüge. Die Gewerkschaft Ufo hat allerdings nur die Flugbegleiter der Muttergesellschaft Lufthansa, die rund 1800 Verbindungen täglich fliegt, zum Streik aufgerufen.

Lufthansa kritisierte Ufo erneut für die Streiktaktik mit kurzfristigen Ankündigungen zu Zeit und Ort. Dies mache es für die Fluggesellschaft besonders schwierig, ihre Kunden frühzeitig zu informieren und ihnen alternative Reisemöglichkeiten anzubieten.

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„Alle Passagiere der Lufthansa müssen damit rechnen, dass ihr Flug kurzfristig ausfällt“, erklärte Ufo-Chef Nicoley Baublies die flexible Streiktaktik ohne festgelegte Ankündigungsfristen. „Wir haben einen achttägigen Streik bis Freitag nächster Woche. Wie viele Ausnahmen es dabei geben wird, hängt nicht zuletzt vom Verhalten der Lufthansa ab.“

Die Gewerkschaft sei auch nicht zu unverbindlichen Sondierungen bereit. „Um den Streik zu unterbrechen, braucht es schon ein handfestes Angebot“, betonte der Ufo-Chef. Die Kollegen seien empört über das Verhalten und die Verhandlungstaktik der Lufthansa.

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