Jessica Beuttler verbuchte den allerletzten Punkt der Magstadter in dieser Verbandsliga-Saison mit einem 10:9 im Stechen. Foto: Albert Kraushaar

Zwar verpasste die SSGi Magstadt den Titel in der Luftgewehr-Verbandsliga, aber als Aufsteiger Vizemeister zu werden, ist stark. Und vielleicht klappt es doch noch mit dem Durchmarsch.

„Alles in allem sind wir mega stolz auf das Ergebnis. Vizemeister als Aufsteiger – das hätten wir vorher nicht erwartet“, bilanzierte Annemarie Schmidt von der SSGi Magstadt nach dem letzten Wettkampftag in der Luftgewehr-Verbandsliga. Dieser endete allerdings mit anfänglicher Enttäuschung.

 

Gegen Gastgeber SV Güglingen gab es zwar einen 3:2-Sieg, aber die Meisterschaft war damit aufgrund der Einzelbilanz abgehakt. Die Magstadter mussten kurzfristig den Ausfall von Stefan Dietze verkraften mussten. Für ihn rückte Kieren Rudolph auf Position fünf nach, Louisa Rudolph startete nach Babypause an Position drei. Vorne musste Annemarie Schmidt mit 382:388 Ringen ihren Punkt abgeben. Hinter ihr wendeten Namrita Kanamarlapudi (382:378), Louisa Rudolph (377:371) und Jessica Beuttler (374:360) das Blatt. Das 377:382 von Kieren Rudolph änderte nichts am Gesamterfolg.

Missgeschick bei der SSGi Magstadt verhindert einen weiteren Sieg

Das anschließende Gipfeltreffen gegen den SV Gundelsheim-Böttingen verlief enorm spannend, weil Annemarie Schmidt mit herausragenden 390:382 Ringen das Nummer-Eins-Duell dominierte. In der Mitte mussten Luisa Rudolph (375:384) und Caroline Franck (368:384) ihre Punkte an den Tabellenführer abgeben. Letztere war für Kieren Rudolph ins Team gekommen. „Sie hat sich einen Einsatz in der Verbandsliga mit guten Ergebnissen in der Kreisliga verdient“, erklärte Oberschützenmeisterin Annemarie Schmidt das Debüt.

An Position fünf schaffte Jessica Beuttler nach einem 375:375-Unentschieden ein 10:9 im Stechen. Wäre zuvor Namrita Kanamarlapudi kein Missgeschick passiert, hätte sie das Nummer-zwei-Duell klar gewonnen. Jedoch kam sie in ihrer ersten Zehnerserie aus Versehen an den Abzug. Der Schuss landete zwar auf der Scheibe, jedoch im Weißen. Trotz dieser Fahrkarte und zehn Ringen Rückstand auf einen Schlag sie nicht auf und kämpfte sich immerhin auf 377:381 heran. „Sie trägt keine Schuld an der 2:3-Niederlage“, nahm Annemarie Schmidt ihre junge Mitstreiterin in Schutz und fügte hinzu: „Wir wären auch bei einem Sieg nicht mehr am Tabellenführer vorbei gekommen.“

Die SSGi Magstadt verbleibt somit in der Verbandsliga – steht aber ab sofort in einer Warteschleife. Sollten aber bestimmte Geschehnisse bei sonstigen Auf- und Absteigern eintreffen, könnte es doch noch in die Württembergliga rauf gehen. In diesem Falle würde ein Entscheidungsmatch gegen den Vizemeister der anderen Verbandsliga- Staffel, die SG Bad Waldsee, warten.