Meisterhaft: Julia Würsig, Sophie Bernhardt, Viktoria Müller, Aylin Hecker, Denise Weihing, Fabian Panchyrz (v. li.)Foto: Albert Kraushaar Foto: Albert Kraushaar

Das Luftgewehr-Team des SV Hirschlanden sichert sich den Aufstieg in die Verbandsliga in einem denkbar knappen Finale.

Die Schützen des SV Hirschlanden waren überglücklich, aber mit den Nerven am Ende. „Ich glaube, ich bin um zehn Jahre älter geworden“ sagte Denise Weihing zu ihren letzten Wertungsschüssen und über das anschließende Stechen.

 

Nach einer Acht hatte sich die Hirschlander Nummer vier mit einer Zehn beim Stande von 1:2 für den SV Jagstheim mit 380:380 gegen Sarah Storz in ein Stechen gerettet und dabei mit 10:9 im ersten Anlauf den Punkt zum 2:2 Ausgleich geholt – ein Einzelpunkt von elementarer Bedeutung: Der bedeutete für den SV Hirschlanden den Aufstieg in die Luftgewehr-Verbandsliga.

Mehrere Entscheidungen fallen erst im Stechen

Damit war die Dramatik auf der Hirschlander Schießanlage jedoch noch nicht ausgestanden. Viktoria Müller musste trotz überragenden 396 von 400 gegen Paula Gelbing (396) ebenfalls in ein Stechen und gewann dies mit 10:9 Ringen gegen die Jagstheimerin. Das war der Punkt zur Meisterschaft, denn bei Gleichstand (Team-Einzelpunkte (12:2/25:10) entschied der mit 3:2 gewonnene direkten Vergleich zu Gunsten der Gastgeber. Gleichzeitig war es die erste Niederlage für die Hohenloher.

Viktoria Müller besorgte die Entscheidung. Foto: Albert Kraushaar

Der SV Hirschlanden erlebte einen bitteren Fehlstart. Obwohl mit 1898:1883 Ringen die bessere Mannschaft musste der SV gegen den Tabellendritten SV Gruibingen eine 2:3 Niederlage im Stechen einstecken. Viktoria Müller hatte mit der Tagesbestleistung von 398 Ringen gegen Martin Abt (377) die Gastgeber in Führung gebracht, Sophie Bernhardt mit 382:379 gegen Tom Unger auf 2:0 erhöht. Mit der Niederlage von Fabian Panchyrz gegen Tanja Mayer (375:380) begann die Partie zu kippen, Julia Würsig musste mit 375:379 von Marco Darcis den Ausgleich einstecken. Landesliga-Debütantin Aylin Hecker trennte sich 368:368 von Patrick Neuwirth. Als sei ihre Liga-Premiere nicht aufregend genug, musste das Eigengewächs auch noch ins Stechen um die Teampunkte und verlor im ersten Anlauf mit 6:10 Ringen.

Denise Weihing (li.) übernahm für Julia Würsig. Foto: Albert Kraushaar

Damit war das Quintett von Trainer Dieter Rast in die Situation geraten, gegen den SV Jagstheim gewinnen oder mindestens zwei Einzelpunkte holen zu müssen, weil Hirschlanden den direkten Vergleich mit dem punktgleichen SV Gruibingen verloren hatte. Gegen Spitzenreiter Jagstheim kam Denise Weihing für Julia Würsig ins Team, Hecker holte gegen Laura Lenz (372:363) ihren ersten Landesliga-Einzelpunkt.

Es sollte der einzige aus den regulären 40-Schuss-Programmen werden, denn Sophie Bernhardt musste trotz 388 Ringen gegen Paul Moritz Gelbing (393) passen, Fabian Panchyrz war mit 381 Ringen gegen Jasmin Storz (389 Ringe) ab der zweiten Zehnerserie chancenlos. „Wir haben am Neujahrstag noch ein Training eingeschoben und dabei Stechen trainiert, das hat sich ausgezahlt“ freute sich Denise Weihing am Ende über die zwei Stech-Punkte zum 3:2 Endstand.

Im Kampf um den Klassenerhalt blieben die SK Dachtel und der SV Edelfingen erfolglos – beide müssen die Landesliga verlassen.