Auf dem Akademiehof in Ludwigsburg kam es am Samstagabend zu einer Massenschlägerei (Archivbild). Foto: factum/Archiv

Auf dem Ludwigsburger Akademiehof bricht am Samstagabend eine Massenschlägerei aus. Ein Mann, der dabei verletzt wird, versucht anschließend die Menge gegen die Polizei aufzustacheln.

Ludwigsburg - Nach den Attacken auf Polizisten in Stuttgart und Frankfurt sind am Wochenende auch Beamte in Ludwigsburg in eine brenzlige Situation geraten. Nach einer Massenschlägerei hatte ein 22-Jähriger versucht, eine feiernden Menge gegen die Einsatzkräfte aufzustacheln – am Ende allerdings erfolglos. „Das war sicherlich nicht vergleichbar mit den Vorkommnissen in Frankfurt am Wochenende“, sagte Polizeisprecher Stefan Hermann. Seine Kollegen waren am Samstag gegen 21.50 Uhr zum Akademiehof gerufen worden. Der Platz ist am Wochenende häufig von jungen Menschen bevölkert – am Samstagabend sollen es zwischen 100 und 150 Personen in Kleingruppen gewesen sein. „Wir haben dort immer mal wieder Probleme“, sagt Hermann. Eben auch am Samstag. Zeugen hatten eine Schlägerei mit rund 30 Personen gemeldet. Dabei sollen auch Flaschen geflogen sein.

Der Platz wird geräumt

Beim Eintreffen mehrerer Streifenwagen machte sich ein Teil der Unruhestifter aus dem Staub. Ein 21-Jähriger, der nach ersten Ermittlungen einen 23-Jährigen mit einer Flasche im Gesicht getroffen und einen 22-Jährigen mit Pfefferspray besprüht hatte, wurde festgenommen. Obwohl ihm in erster Linie geholfen werden sollte, versuchte der 22-Jährige umherstehende Personen gegen die Polizisten aufzustacheln. Nachdem er vom Rettungsdienst versorgt worden war, ging er mit einer Flasche in der Hand auf die Beamten zu und bedrohte sie. Auch er wurde festgenommen. Die Polizei räumte den Akademiehof gegen 23.30 Uhr – zu weiteren Zwischenfällen kam es nicht.

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