Die Loveparade zog Fans elektronischer Musik aus der ganzen Welt nach Berlin. Foto: dpa/Marcel Mettelsiefen

Unter dem Motto „Rave the Planet“ rufen die Gründer der Loveparade eine neue Parade ins Leben, die bereits in diesem Jahr das erste mal in Berlin stattfinden soll. Außerdem soll elektronische Tanzmusik zum Weltkulturerbe erklärt werden.

Berlin - Seit der Katastrophe in Duisburg und dem damit verbundenen Aus der Loveparade wird Dr. Motte regelmäßig gefragt, wann die beliebte Parade zurückkommt. „Wann, wenn nicht jetzt“, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung. „Braucht unsere Welt nicht dringend und gerade jetzt wieder mehr Freude, mehr Frieden, mehr Zusammenhalt – mehr Liebe?“ Fragen, die der DJ offenbar mit „Ja“ beantwortet und sich nun große Ziele setzt.

Eine neue Loveparade?

Bei der Veranstaltung „Rave The Planet“ soll es um mehr gehen, als nur gemeinsam eine riesige Technoparty zu feiern. So soll die Veranstaltung auch für Völkerverständigung, Vielfalt, Offenheit und Respekt stehen, verkünden die Macher. Mit einem sogenannten „Fundraving“ möchten die Macher insgesamt drei Ziele umsetzen: So soll die elektronische Tanzmusik von der Unesco zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt werden und ein offizieller Feiertag der elektronischen Tanzmusikkultur etabliert werden.

Miniaturparade zeigt Spender

Nun geht es daran, Geld für die Aktion zu sammeln, da die Mache unabhängig von Sponsoren bleiben möchten. Interessierte können ab sofort Geld spenden und so Teil der Aktion werden. Das witzige Konzept der Kampagne: In Berlin soll ein kleines Modell der Parade entstehen und für jeden Spender wird eine kleine Figur aufgestellt, um das Interesse an der Aktion auch optisch sichtbar zu machen.

Große Parade im August

Am 1. August soll dann in Berlin die erste der regelmäßig stattfindenden Technoparade steigen. Die neue Parade, mit anschließendem Straßenfest auf der Straße des 17. Juni, soll der jährliche Festakt zum Feiertag sein, den die Macher schon vorab symbolisch ausrufen. Ein großer Tanz, für ein bessere Welt, erhoffen sich die Macher.

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