Augen auf beim Online-Dating: Wenn die mysteriöse Datingpartnerin sich als Geheimagentin ausgibt, ist Vorsicht geboten. Foto: dpa

Ein 57-Jähriger aus dem Landkreis Böblingen fällt auf Love-Scamming herein. Eine vermeintliche Schottin bringt ihn um Tausende Euro.

Es klingt wie eine Story aus einem Agentenroman – mit denkbar schlechtem Ausgang für einen 57-Jährigen aus dem Kreis Böblingen. Der Mann wurde das Opfer der so genannten Love-Scamming-Betrugsmasche und hat dabei 5000 Euro an Betrüger überwiesen. Wie die Polizei berichtet, hatte der Mann Anfang April auf einem Datingportal eine Person kennengelernt, die sich als in Stuttgart wohnhafte Schottin ausgab.

 

Die vermeintliche Schottin gab vor, sich auf Geheiß der englischen Regierung auf einer geheimen Auslandsmission zu befinden. Im Laufe von rund zwei Wochen Chatkontakt bat die Betrügerin den 57-Jährigen zunächst, sie für ihren Heimataufenthalt über Ostern am Flughafen Stuttgart abzuholen. Sie habe jedoch kein Geld für einen Flug, weshalb der Mann ihr mit 2000 Euro aushalf.

Kurz darauf meldete sich die Täterin erneut. Dieses Mal mit der Information, sie sei auf dem Weg nach Deutschland wegen Drogenbesitzes verhaftet worden und ein Restbetrag von 3000 Euro einer Kaution sei noch offen. Auch diesen überwies der 57-Jährige.

Bei einer weiteren Zahlungsaufforderung kamen ihm schließlich Zweifel. Als ihm klar wurde, dass er einem Betrug aufgesessen war, erstattete er Anzeige bei der Polizei. Ob er sein Geld jemals wiedersehen wird, ist dabei jedoch fraglich. Diese Agentengeschichte bleibt für den 57-Jährigen wohl ohne Happy End.

Informationen zur Betrugsmasche des Love-Scammings und wie man sich davor schützen kann, finden sich unter www.polizei-beratung.de .