Etwa 60.000 Besucher sahen sich in Baden-Baden das berühmte Kunstwerk von Banksy angesehen. Foto: dpa

Vier Wochen lang war das berühmte Schredderbild von Banksy in Baden-Baden ausgestellt. Die Verantwortlichen sind mit der Resonanz zufrieden. Nun geht das Kunstwerk an die Stuttgarter Staatsgalerie.

Baden-Baden - Knapp 60.000 Besucher haben das Schredderbild „Love is in the bin“ („Liebe ist im Eimer“) des britischen Street-Art-Künstlers Banksy in Baden-Baden gesehen. An den Samstagen und Sonntagen habe das Museum Frieder Burda jeweils 4000 Besucher gezählt, wochentags etwa 2000, sagte Sprecherin Ute Rosenfeld am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Museum zeigte knapp vier Wochen lang, vom 5. Februar bis 3. März, das neu benannte Bild. Ab Donnerstag ist das Schredder-Bild dann als Dauerleihgabe in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen.

Das ursprüngliche Werk „Girl with balloon“ („Mädchen mit Ballon“) hatte im Herbst vergangenen Jahres Schlagzeilen gemacht, nachdem es bei einer Auktion über einen Mechanismus im Rahmen geschreddert worden war. In Baden-Baden war das Kunstwerk zu sehen inmitten einer Sonderausstellung zur Künstlervereinigung Brücke mit Werken unter anderem von Emil Nolde und Ernst-Ludwig Kirchner.

Vor allem junge Besucher

Viele sehr junge Menschen und Familien seien in den vier Wochen ins Museum gekommen, sagte Rosenfeld. Wer nur Banksys Schredderwerk betrachten wollte, konnte dies kostenlos tun. Dieses Angebot habe rund die Hälfte der Besucher genutzt. Fast 30.000 besuchten zudem die Brücke-Ausstellung bei regulärem Eintritt. Die Brücke-Ausstellung wird noch bis 24. März gezeigt.

Bei der Auktion im vergangenen Herbst beim Londoner Auktionshaus Sotheby’s herrschte Entsetzen, nachdem der zerstörerische Mechanismus per Fernbedienung in Betrieb gesetzt worden war. Banksy hatte sein Ursprungswerk von 2006 eine Woche nach der Aktion umgetauft.

Der Künstler, von dem man nur weiß, dass er vermutlich 1974 in Bristol geboren wurde, ist vor allem bekannt für seine satirischen Graffiti an Hauswänden. Auf Instagram folgen ihm Millionen junger Menschen, die entweder seine Kunst oder seine Kritik am traditionellen Kunstbetrieb schätzen.

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