Über ihre Lebensphilosophie sagt Sophia Thomalla: „Ich mache auch nur das, wor­auf ich Lust habe . . . Mir ist egal, was alle den­ken, ich mache, was ich für rich­tig halte.“ Foto: dpa

Für die Werbeaktion einer Online-Lottogesellschaft hat sich Sophia Thomalla spärlich bekleidet mit Dornenkrone an ein Holzkreuz binden lassen. Die Fotos sorgen für scharfe Proteste im Netz.

Berlin - Ein Foto von Sophia Thomalla am Kreuz sorgt derzeit für Empörung. Das Modell hat sich nur mit Bustier, einem knappen beigefarbenen Wickelrock und einer Pseudo-Dornenkrone auf dem gestylten Haupt bekleidet für eine Werbeaktion ihres Werbepartners, einem Online-Lottoportal, mit dem Titel „Weihnachten wird jetzt noch schöner“ an ein Holzkreuz binden lassen.

„Ziemlich breites Kreuz für eine Frau mit so schmalem Körper“

Die Aufnahmen des Foto-Shootings kommentiert die Moderatorin auf ihrer Instagram-Seite mit den Worten: „Ziemlich breites Kreuz für eine Frau mit so schmalem Körper.“

„Peinlich, geschmacklos und dumm“

Das ungewöhnliche Werbefoto der 28-Jährigen als tätowiertes Jesus-am-Kreuz-Imitat erntet im Netz scharfe Kritik. „Was Sophia Thomalla hier präsentiert ist peinlich, geschmacklos und dumm. Eine Verzweiflungstat einer Person, die nicht mehr im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht“, schreibt ein User auf Twitter.

„Geschmacklos und unter aller Würde. Wer schon den Unterschied zwischen Weihnachten und Ostern nicht kennt, sollte den Glauben nicht auf diese schändliche Weise missbrauchen. Schämen Sie sich, Frau Thomalla!“, heißt es in einem anderen Tweet.

„Warum machen Sie so etwas? So etwas trauen Sie sich ja nur beim Christentum, nicht bei anderen Religionen“, kommentiert ein anderer.

Religiöse Gefühle verletzt

„Das ist nicht einmal Kunst. Nur geschmacklos und dumm“, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) Thomas Sternberg.

Das das Kreuz auf Karfreitag verweist und nicht auf Weihnachten, lässt die Moderatorin nicht gelten. „Wenn man wie ich in einer Familie aus dem Osten aufgewachsen ist, dann ist die Kirche als Institution oft eben nicht so ein großes Thema wie für andere. Ich respektiere aber jeden, der seine Form des Glaubens lebt“, sagte sie gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Sie persönlich glaube an sich, „und ich glaube an Karma. An gutes und an schlechtes“. „Wenn man prinzipiell so eingestellt ist, dass man gut zu anderen Menschen ist, dann ist das mein Glaube.“

Gezielte Provokationen

Sophia Thomalla, die 2010 in der Liste des britischen Männermagazins „FHM“ zur „Sexiest Women“ auf den dritten Platz gewählt wurde, macht immer wieder mit gezielten Aktionen, viel nackter Haut und provokanten Sprüchen auf sich aufmerksam.

Ende September 2016 löste sie mit einem Instagram-Bild einen Shitstorm aus. Sie postete ein Foto, auf dem sie sich an die Bürste greift. Dazu schrieb sie: „Kleine Titten sind wie Flüchtlinge: Sie sind nun mal da, aber eigentlich will man sie nicht“.

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