Provisorischer Ersatz: Das Maskottchen der Firma Dr. Eton Mops Foto: Schütt

Wichtig? Nein, wichtig ist dieses Thema nicht. Trotzdem bewegt es die Gemüter. Mehr noch: Es hellt sie auf. Und so schreiben immer mehr Bürger an der Mops-Geschichte vom Eugensplatz mit.

Stuttgart - Neues vom Mops: Zahlreichen Zuschriften ist zu entnehmen, dass die Stuttgarter Mops-Affäre die Stimmung in der Landeshauptstadt hebt. Auf unseren jüngsten Mops-Bericht hin meldeten sich zwei Studenten der Nürtinger Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Kai Christian Faltermeier und Urs Heiner Schütt, die seit August in Leinfelden-Echterdingen ein Unternehmen für nachhaltige Designprodukte namens Dr. Eton Mops betreiben und im Mops „die Verkörperung des Stilvollen“ sehen.

Erheitert von unserer Mops-Berichterstattung bieten die Firmenchefs an, ihren silbernen Haus-Mops als Ersatz für den verschwundenen goldenen Mops auf der Loriot-Säule am Eugensplatz zur Verfügung zu stellen – „so lange, bis ein dauerhafter Ersatz gefunden ist“. Sorge, dass ihr Kunststoff-Mops dasselbe Schicksal erleiden könnte wie der vom Stuttgarter Blog Kessel.TV platzierte Stein-Mops, haben Schütt und Faltermeier nicht: „Wir glauben an das Gute im Menschen.“

Unterdessen melden sich weitere Mops-Unterstützer zu Wort. Oliver Mirkes, der in Stuttgart die berühmten Stäffelestouren organisiert und regelmäßig am Eugensplatz und der verwaisten Loriot-Säule vorbeikommt, möchte seinerseits einen Beitrag leisten. Mirkes denkt an eine Sonderführung zugunsten eines neuen Mopses.

Von großer Spendenbereitschaft berichtet Esther Weeber, Besitzerin des Eis-Bistros Pinguin am Eugensplatz, die auf ihrem Schokoladen-Stand am Weihnachtsmarkt einen goldenen Kunststoff-Mops aufgestellt hatte, worauf sich prompt ein Mops-Freundeskreis einfand, um über Wege aus der Mops-Affäre zu diskutieren.

Erwähnenswert ist ferner die Zuschrift von Marion Mayer aus Herrenberg. Sie fragt: „Sind Sie sich sicher, dass der Mops nicht aus Unbehagen vom Loriot-Denkmal geflüchtet ist und Asyl in Herrenberg gesucht hat, denn wer möchte schon mit goldener Farbe besprüht werden.“ Ein „Beweisfoto“ hat sie beigefügt.

Vom Mops-Fieber angesteckt ist auch die pensionierte Schneidermeisterin Ingrid Schluckwerder. 1986 war sie Loriot alias Vicco von Bülow an der Stuttgarter Oper begegnet. Für seine „Martha“-Inszenierung hatte sie den Chor mit passenden Kostümen ausgestattet. Nach der Aufführung bedankte sich Loriot persönlich bei ihr. Schon deshalb ist ihr der Mops auf der Loriot-Säule 300 Euro wert.

Damit erhöht sich die Summe der zugesagten Spenden auf 3470 Euro. Die Kosten für einen robusten Mops auf der Loriot-Säule beziffert Bildhauer Uli Gsell mit 6000 Euro. Wird die Summe erreicht? Unsere Redaktion hält sich auf dem Laufenden.

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