Der Fettberg hatte im vergangenen Jahr weltweit Aufsehen erregt Foto: Thames Water/AP

Der Fettberg, der im vergangenen Jahr in der Londoner Kanalisation gefunden worden war und dessen Rest jetzt in einem Museum ausgestellt ist, muss in eine Sicherheitsbox. Der Grund: Er ist zu giftig. Zu sehen ist er aber immer noch – im Internet.

London - Londons Fettberg erhält einen eigenen Livestream. Die schuhkartongroßen Überreste einer gärenden Ansammlung von Fett, Öl, Windeln und Feuchttüchern, die im vergangenen Jahr aus einem Abwasserkanal der britischen Hauptstadt entfernt wurden, seien mittlerweile so hochgiftig, dass sie künftig in eine Sicherheitsbox kämen, teilte das Museum of London am Dienstag mit. Dort könnten Besucher das Gebilde über eine „Fatcam“ aus sicherer Distanz online in Augenschein nehmen - bei Bedarf auch 24 Stunden am Tag.

Zunächst war der Fetthaufen in Spezialvitrinen ausgestellt worden, um Museumsgäste vor dem üblen Gestank und potenziell tödlichen Bakterien zu schützen. Das Gebilde habe jedoch eine ganz ungewöhnliche Form von Gießkannenschimmel angesetzt, der sich in eiterförmigen Pusteln zeige, erklärte das Museum. Wie er sich weiter entwickle, könne man jetzt in Internet beobachten.

Der originale Fettberg wog 130 Tonnen und verstopfte einen Kanal im Londoner East End. Die Mitarbeiter des Wasserversorgers benötigten neun Wochen, um die Masse mit Hochdruckreinigern zu entfernen.

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