Immer wieder – wie hier im Juni in Paris – tauchen neue Werke des Streetart-Künstlers Banksy auf. Dass sie verschwinden, ist allerdings neu. Foto: AP

Dem Streetart-Künstler Banksy ist es offenbar mal wieder gelungen, alle in Erstaunen zu versetzen. Besonders die Person, die in London ein Kunstwerk von dem Phantom der Kunstwelt ersteigerte.

London - Ein Bild des Street-Art-Künstlers Banksy hat sich kurz nach seiner Versteigerung in London selbst zerstört. Kaum war das Werk am Freitag für umgerechnet knapp 1,2 Millionen Euro verkauft worden, lief es vor staunenden Betrachtern durch einen Schredder, der im unteren Teil des Rahmens verborgen war. Übrig blieben nur Schnipsel. Entsprechende Berichte bestätigte das Auktionshaus Sotheby’s auf seiner Webseite.

Banksy, dessen wahre Identität unbekannt ist, teilte ein Foto dieser Szene per Foto-Plattform Instagram und versah es mit dem Kommentar „going, going, gone“ - „zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“. Zu sehen war auf dem Bild eines der berühmtesten Banksy-Motive, ein Mädchen, das den Arm nach einem davonfliegenden Luftballon in Herzform ausstreckt. Das Motiv erschien zuerst als Wandgemälde in London.

Auktionshaus bezeichnete den Schredder als „unerwartet“

Das Auktionshaus bezeichnete den Vorfall als „unerwartet“. Mit der Aktion sei Geschichte geschrieben worden: „Es sieht so aus, als seien wir gerade gebanksyd worden“, sagte Alex Branczik, Leiter der Abteilung für zeitgenössische Kunst in Europa bei Sotheby’s einer Mitteilung zufolge. Ob der Käufer sein Geld nun zurückerhält, war zunächst unklar. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bei dem Auktionshaus blieb zunächst unbeantwortet.

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