Gleich zu Beginn der Messelberg-Tour bietet sich vom Rötelstein aus ein toller Blick ins Lautertal – und ganz weit in die Region Stuttgart hinaus. Foto: Landratsamt Göppingen

Im Stauferkreis sind 15 Rundwanderwege neu angelegt worden. Wir stellen die Löwenpfade nach und nach vor. Die Messelberg-Tour bildet den neunten Teil der Serie .

Donzdorf - Sie ist nicht allzu lang und auch nicht übermäßig anspruchsvoll, auch wenn der eine oder andere Auf- beziehungsweise Abstieg zu bewältigen ist: Allerdings bietet die knapp acht Kilometer lange Messelberg-Tour mit ihren 275 Höhenmetern einen sehr schönen Querschnitt all dessen, was der Wanderer auf den insgesamt 15 neuen Löwenpfaden im Kreis Göppingen erwarten darf.

Da der Wanderparkplatz am oberen Ende der Messelbergsteige bei Donzdorf als Ausgangspunkt der Runde dient, geht es auch nicht gleich steil bergauf. Vielmehr ist man bereits auf der Schwäbischen Alb und kann erst einmal gemächlich loslegen. Gleich nach dem Start gibt es deshalb auch schon den ersten tollen Panoramablick. Vom Rötelstein aus bietet sich annähernd eine 180-Grad-Aussicht: aufs Lautertal und weit bis in die Region Stuttgart, aber eben auch auf den Albtrauf.

Hier oben wird auch gleich das einstige Jurameer lebendig, zumindest in Form von Versteinerungen, die sich an den früheren Strandgestaden mit etwas Glück finden lassen. Mindestens ebenso imposant ist der Weg an sich, der durch einen kaum forstwirtschaftlich genutzten und damit sehr urtümlichen Laubwald führt. Zahlreiche umgestürzte Bäume und eine prägnante Flora am Waldboden schaffen eine verwunschene Atmosphäre.

So geht die Messelberg-Tour entlang der Hangkante zur Kapelle Oberweckerstell, ehe sie sich, ein gutes Stück weit steil bergab, auf Donzdorf zubewegt. Kurz bevor dann der Aufsteig zum Messelstein ansteht, sollte man sich „Die Sage vom Kohlöffel“ zu Gemüte führen, der die Donzdorfer bis heute ihren Spottnamen verdanken. Diese Geschichte kann, wie für jeden anderen Löwenpfad auch, per Smartphone und QR-Code oder direkt über die Homepage abgerufen werden.

Die weitere Route, im großen Bogen hinauf zum Messelstein, verlangt dann noch etwas Kondition. Oben angekommen ist eine Verschnaufpause aber ohnehin Pflicht. Auf fast 750 Meter Höhe bietet sich zur Belohnung ein weiter Blick ins Land. Bizarre Felsformationen versprechen all jenen, die noch nicht außer Puste sind, überdies Kurzweil.

Zum Messelbergparkplatz ist es jetzt nur noch ein kurzes Stück. An den entsprechenden Tagen lässt sich in direkter Nachbarschaft der Segelflugbetrieb der Fliegergruppe Donzdorf beobachten oder, nach kurzer Fahrt, dem Schloss ein Besuch abstatten.

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