Löwenpfade im Kreis Göppingen: Geislinger Felsen-Tour (Teil 14) Ein steiniges Vergnügen mit Zertifikat

Von Andreas Pflüger 

Für den steilen Aufstieg im Felsental braucht es sogar  Treppenunterstützung. Foto: LRA GP
Für den steilen Aufstieg im Felsental braucht es sogar Treppenunterstützung. Foto: LRA GP

Im Stauferkreis sind 15 Rundwanderwege neu angelegt worden. Wir stellen die Löwenpfade nach und nach vor. Im 14. Teil der Serie lockt die Geislinger Felsen-Tour.

Geislingen - Die Geislinger Felsen-Tour ist von der Papierform her zwar weder die längste noch die anspruchsvollste der 15 neuen Löwenpfade im Kreis Göppingen. Auf 10,8 Kilometern müssen allerdings, bergauf wie bergab, gut 400 Höhenmeter absolviert werden, so dass die Strecke insgesamt recht knackig ist. Alles in allem liefert die Rundwanderung ein recht steiniges Vergnügen und macht daher ihrem Namen alle Ehre. Zudem ist die Geislinger Felsen-Tour, wie nunmehr alle Löwenpfade, auf der Messe Tour-Natur in Düsseldorf vergangene Woche vom Deutschen Wanderverband mit dem Qualitätssiegel zertifiziert worden.

Startpunkt ist der Parkplatz des SC Geislingen im Eybacher Tal. Von dort aus geht es auf einem schmalen Zick-Zack-Weg gleich mal satte 150 Höhenmeter steil hinauf zum Anwandfelsen. Oben angekommen wird man allerdings mit einem tollen Panoramablick auf und über die Fünftälerstadt hinweg belohnt. Den Albtrauf entlang führt die Tour weiter zum nächsten Felsen, dem Wahrzeichen des Ortsteils Eybach.

Der Himmelsfelsen bietet sich in mehrfacher Hinsicht für eine Pause an: einerseits der Aussicht wegen, andererseits aber auch wegen der Mordloch-Sage. Die gut 4000 Meter lange Höhle gibt es es im nahegelegenen Roggental wirklich. Was sich dort zugetragen haben soll und was dies mit dem Himmelsfelsen zu tun hat, kann wie alle anderen Löwenpfad-Geschichten, entweder per Smartphone und QR-Code oder direkt auf der Löwenpfade-Homepage abgerufen werden.

Im Anschluss führt die Route wieder bergab. Es geht hinunter nach Eybach, wo neben dem idyllischen Ortskern auch mehrere Einkehrmöglichkeiten locken, ehe das wild-romantische Felsental ruft. Die Wanderung führt nun wieder bergwärts, erst noch mäßig, bis zu einer Reihe von steilen, teils moosbewachsenen Felsformationen, die über markante Treppen bezwungen werden müssen.

Auf der Albhochfläche angekommen, macht der Löwenpfad einen weiten Bogen am Geislinger Teilort Weiler vorbei, ehe der Bismarckfelsen – mit einem nicht minder tollen Ausblick „von der anderen Seite“ auf Geislingen – erreicht ist. Zum Abschluss geht es dann bergab, erneut auf schmalem Zick-Zack-Geläuf und nach rund dreieinhalb Stunden zum SC-Parkplatz.

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