Die Bergung des verunglückten Lkws im Kreis Ludwigsburg stellte sich als sehr schwer heraus. Foto: SDMG

Am frühen Montagmorgen stürzt ein Lkw von der A81 auf die darunterliegende Landstraße. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden. Es bildeten sich zahlreiche Staus.

Ludwigsburg - Der Lkw, der am Montagmorgen von der Autobahn 81 gestürzt ist, verursacht bis in die Abendstunden starke Verkehrsbehinderungen.

Der 45-jährige Fahrer eines Lastwagens war am Montag auf der Autobahn zwischen Heilbronn und Stuttgart unterwegs, als er gegen 5.35 Uhr zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und Stuttgart Zuffenhausen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war, berichtet das Polizeipräsidium in Ludwigsburg.

Das Fahrzeug soll die Leitplanke durchbrochen und mit dem Auflieger von der A81 auf die darunterliegende L1110 gestürzt sein. Lediglich die Zugmaschine des Lkws blieb an der Leitplanke auf der Autobahn hängen. Der Grund für den Unfall soll nach ersten Erkenntnissen der Beamten ein geplatzter Reifen gewesen sein. Der Fahrer hatte Glück im Unglück: Er blieb bei dem Unfall unverletzt.

Bergungsarbeiten extrem kompliziert

Doch die Bergung gestaltete sich kompliziert. Bevor ein Kran das Fahrzeug wieder aufrichten konnte, mussten 36 Tonnen Blähton entladen werden. Außerdem sollen rund 200 Liter Dieselkraftstoff in die Erde geflossen sein. Weitere 200 Liter wurden von der Feuerwehr abgepumpt, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Gegen 18 Uhr meldete die Polizei, dass der Lastwagen zwar geborgen sei, dass aber die Montage neuer Schutzplanken aufwendiger sei als gedacht. Um etwa 20.30 Uhr waren die Arbeiten dann schließlich abgeschlossen.

Für die Arbeiten war der rechte Fahrstreifen der A81 in Richtung Stuttgart gesperrt. Auch die L1110 zwischen Möglingen und Stuttgart-Stammheim konnte über Stunden nicht wieder freigegeben werden. Schon am Morgen wurde die Unfallstelle zum Nadelöhr für Autofahrer – der Verkehr auf der A81 staute sich zwischenzeitlich auf 21 Kilometer.

Unfallstelle muss ausgehoben werden

Doch die Bergung des Lkws war nicht die letzte Maßnahme: „Nach Abschluss der Bergungsarbeiten wird das durch den Kraftstoff verunreinigte Erdreich auf Anordnung der Wasserschutzbehörde beim Landratsamt Ludwigsburg ausgehoben“, gab die Polizei bekannt. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. An der Unfallstelle waren 42 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Möglingen, Asperg und Ludwigsburg beschäftigt. Auch die Polizei schickte sieben Streifenwagenbesatzungen sowie einen Hubschrauber zur Stauüberwachung.

  
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