Lindsey Stirling veröffentlichte am 6. September ihr neues Album "Artemis" Foto: BMG

Star-Geigerin Lindsey Stirling ist aktuell auf großer Europa-Tour. Zweimal tritt die Künstlerin in den nächsten Tagen auch in Deutschland auf. Im Interview verrät sie, was sie auf Tour vermisst und was sie von Helene Fischer hält.

Lindsey Stirling (33) tourt mit ihrem neuen Album "Artemis" aktuell durch Europa. Am 24. und 27. September ist sie auch noch zweimal in Deutschland zu sehen. Warum sie ihre Tour gerade hierzulande gestartet hat, erzählt sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news: "Es ist der erste Ort, an dem meine Musik ein Zuhause gefunden hat." In Deutschland habe sie ihre erste Auszeichnung erhalten, einen Echo. Hier habe sie auch erstmals Gold und Platin für ihre Alben erreicht. "Deutschland ist ein wirklich besonderer Ort für mich und es ist so toll hier."

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Am meisten liebe sie das deutsche Brot. "Das Brot ist ganz anders hier drüben", sagt sie. Außerdem habe Deutschland eine Kultur, die jegliche Musik akzeptiere. "Ihr mögt Kunst, ihr mögt Kreativität, ihr mögt Dinge, die anders sind. Und das bin ich." Außerdem ist die Star-Geigern Fan einer deutschen Sängerin: Mit Helene Fischer ist sie im Jahr 2013 sogar schon einmal aufgetreten. "Sie ist der netteste Mensch. Das merkt man schon, wenn sie auf der Bühne steht. Dann habe ich sie getroffen und sie war so süß und liebenswürdig. Ich habe es geliebt mit ihr zu arbeiten." Ein Song der deutschen Schlagersängerin ist sogar als Cover auf ihrer derzeitigen Tour durch Deutschland zu hören.

Hoffnungsschimmer auch in dunkelsten Zeiten

Auf der Bühne spielt Lindsey Stirling nicht einfach nur Geige - sie tanzt auch dazu. Für die Tour habe sie bereits Monate vorher begonnen zu üben. "Mit meinen Tänzerinnen haben wir wochenlang die Choreographie einstudiert und dann habe ich noch für mich selbst geübt. Es ist etwas, was nie einfach sein wird. Ich muss wirklich hart arbeiten." Auf der Bühne müsse sie jedes Mal aufs Neue die "perfekte Balance zwischen Energie und Kontrolle" finden.

Für ihr Album und die Tour ließ sich Lindsey Stirling von Artemis, der griechischen Göttin der Jagd, der Fruchtbarkeit, des Mondes und des Waldes, inspirieren. Artemis hat Stirling sogar derartig fasziniert, dass sie ein Comic-Buch passend zum Album geschrieben hat, das demnächst erscheinen soll. "Es gibt nur starke weibliche Rollen. Ich habe das gar nicht mit Absicht gemacht, mir wurde plötzlich klar: Oh, alle meine Charaktere sind Frauen. Es gibt nur eine Hauptfigur, die ein Mann ist."

Das vermisst sie auf Tour

Vom Mond ist Stirling ganz besonders fasziniert - sie hat sogar ihr Haustier danach benannt. "Ich liebe den Mond. Das habe ich schon immer. Mein Hund heißt Luna, das ist das spanische Wort für 'Mond'." Luna müsse während der Tour durch Europa zu Hause in den USA bleiben und fehle Stirling deswegen sehr. "Ich bringe sie nicht mit, wenn ich in Europa bin. Also vermisse ich meine kleine Hündin! Sie ist die Beste."

Der Symbolismus von Artemis habe Stirling auch in ihrem Leben geholfen: "Selbst in den schwierigsten Zeiten meines Lebens wurden mir Hoffnungsschimmer gegeben, die mich am Laufen hielten. Artemis bringt Licht in die Dunkelheit und in diesem Sinne hoffe ich, dass wir alle auf sie schauen und uns daran erinnern, dass man selbst Artemis in seinem Leben sein kann, wir alle können das sein."

Tanzende Violinistin

Als "Hip-Hop-Violinistin" wurde Lindsey Stirling im Jahr 2010 durch die Teilnahme an der Talentshow "America's Got Talent" bekannt. "Mein ganzes Leben lang liebte ich das Tanzen", erzählt sie. "Ich dachte einfach, es wäre lustig zu entscheiden, eine tanzende Violinistin zu sein. Aber ich konnte gar nicht tanzen. Ich habe das nie gelernt, ich habe mich nicht toll und natürlich bewegt. Also habe ich angefangen, mir selbst das Tanzen beizubringen."

"Über die Jahre kann ich durch meine Entschlossenheit und die harte Arbeit jetzt springen, kicken und mich drehen", erklärt die Geigerin. "Das ist schon ziemlich verrückt, ich habe mich immens verbessert. Ich bin wirklich stolz auf das, was ich schaffen konnte, weil ich wirklich hart gearbeitet habe, um es zu können."

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