Sein oder nicht sein? Das war mal wieder die Frage. Diesmal trat Hamlet (Benjamin Stedler) in Klingonen-Maske auf. Foto:  

Es war eine Lesung der fantastischen Art: Benjamin Stedler las im Linden-Museum Shakespeares Hamlet auf Klingonisch. Die Kunstsprache aus der Kultserie Star Trek hat auch in Stuttgart Fans.

Stuttgart - So hat man den Shakespeare-Klassiker noch nicht erlebt: Am Donnerstagabend wurden rund 100 Besucher im Linden-Museum Zeuge einer Hamlet-Lesung auf Klingonisch. Der mit Klingonen-Maske auftretende Sprecher Benjamin Stedler beeindruckte das Publikum mit einer minutenlangen Rezitation der Übersetzung in die Fantasiesprache, die kehlig, abgehackt und düster klingt. Für alle, die des Klingonischen nicht mächtig sind, wurde auf einer Leinwand parallel die deutsche Hamlet-Übersetzung eingeblendet.

Veranstaltung bei den Dragon Days

Anlass der ungewöhnlichen Lesung waren die Dragon Days, ein Festival für Fantastik-Literatur, das derzeit im Museum stattfindet. Klingonen sind eine fiktive, menschenähnliche Spezies aus der Kultserie Star Trek. Ihre Sprache, das Klingonische, hat ein amerikanischer Sprachwissenschaftler extra für Star Trek entwickelt. Mittlerweile wird sie von Star-Trek-Fans auf der ganzen Welt praktiziert.

Zur Hamlet-Übersetzung ließ sich eine deutsche Fangruppe von einem Zitat aus Star Trek inspirieren. „Sie werden Shakespeare erst richtig genießen, wenn sie ihn auf Klingonisch gelesen haben“, heißt es dort. Einige Besucher kamen als Star-Trek-Charaktere verkleidet ins Linden-Museum – als Lohn dafür mussten sie keinen Eintritt bezahlen.

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