Eine besondere Würdigung von Prince: ein 27-köpfiges Sinfonie¬orchester,eine prominent besetzteLive-Band und eine State-of-the-Art-Produktion. Foto: Jeffrey Auger

Auch wenn Prince vor über zwei Jahren von uns gegangen ist, seine Musik wird ewig weiterleben: Zu hören ist sie am 29. November bei der allerersten Prince-Tribute-Show in der Liederhalle - 4U: A Symphonic Celebration of Prince.

Auch wenn Prince vor über zwei Jahren von uns gegangen ist, seine Musik wird ewig weiterleben: Zu hören ist sie am 29. November bei der allerersten Prince-Tribute-Show in der Liederhalle.

Nicht ganz zu Unrecht wird Michael Jackson der King of Pop genannt. Doch nach ihm, quasi als direkter Thronfolger, kommt gleich Prince. Passt ja auch schon namentlich: ein König und ein Prinz. Obwohl: Um das unvergleichliche Schaffen von Prince Rogers Nelson auch nur ansatzweise zu begreifen, reichen solche Kategorisierungen nicht aus. Bei Weitem nicht. Nicht nur war er einer der großen Ideengeber, Visionäre und Märchenprinzen der Popmusik; er war auch ein grandioser Multiinstrumentalist, einer, der Musik nicht nur komponiert und gespielt, sondern gelebt und kon­stant weitergedacht hat.

Mehr als 100 Millionen verkaufte Alben, acht Grammys, ein Golden Globe und gar ein Oscar gehen auf sein Konto. 2004 wurde ihm zudem die große Ehre zuteil, in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen zu werden.

Versehentliche Überdosis

Seinen 60. Geburtstag erlebte die Ikone trotzdem nicht: Am 21. April 2016 verstarb Prince an einer versehentlichen Überdosis. Mit ihm ging einer der ganz Großen, dem es über Jahrzehnte gelang, den Pop mit Talent, Exzentrik und Mut zu bereichern, zu prägen und für immer zu verändern. Sein tragischer Tod hinterlässt eine klaffende Lücke, die von niemandem geschlossen werden kann. Aretha Franklin, Barack Obama, Bono, Elton John, Madonna, Mick Jagger und Paul McCartney waren unter den zahllosen Größen, die sein Leben und seine Karriere würdigten. Ein Staatsmann des Pop, anders kann man es nicht sagen.

Purple Rain und Kiss

Prince mag von uns gegangen sein. Seine Musik indes, die wird auf ewig fortleben. Ob die großen Hits wie „Purple Rain“ (ganz allgemein als einer der besten Songs aller Zeiten anerkannt) oder „Kiss“, ob die wage­mutigen, visionären Experimente, in denen er allerhöchstens von David Bowie übertroffen wird: Prince vereinte musikalisches, kompositorisches und künstlerisches Talent auf nie zuvor da gewesene Art und Weise.

Genau das feiert 4U: A Symphonic Celebration of Prince. Die allererste Prince-Tribute-Show mit Sinfonieorchester und Band hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Andenken an diesen Megastar zu pflegen und zu bewahren – und das sogar mit offizieller Genehmigung des Estate of Prince Rogers Nelson. Entsprechend viel darf man von diesem Event also erwarten.

A Symphonic Celebration of Prince feiert die Musik des Künstlers mit einer Show, die mit einem 27-köpfigem Sinfonieorchester, einer prominent besetzten Live-Band und einer State-of-the-art-Produktion, die mit Video- und Fotoprojektionen von teilweise unveröffentlichtem Material einen zu gleichen Teilen bombastischen wie bewegenden Rahmen bietet. Und das passt natürlich perfekt zur Musik dieses Ausnahmetalents.

Keine gewöhnliche Tribute-Show

Die Show zeigt aber auch eines: Egal ob Rock, Pop, Soul, Blues, Jazz, R’n’B oder Hip-Hop – Prince überwand Genres und Stilistiken so mühelos wie kein Zweiter vor ihm. Seine Musik war ein Cocktail all seiner Einflüsse und Vorbilder, klang aber stets unverkennbar nach ihm. Man darf eine Tribute-Show wie diese also durchaus als gewaltiges Wagnis und riesige Herausforderung begreifen, denn schließlich geht es hier nicht darum, mal eben „Smoke on the Water“ nachzuspielen. Es braucht folgerichtig einen unerschrockenen, talentierten Künstler, der sich dieses gewichtigen Erbes mit Fingerspitzengefühl, Demut und Selbstbewusstsein annimmt.

Wagemutig und umwerfend

Auftritt Questlove. Der Mitbegründer der legendären Combo The Roots produzierte schon Werke für Amy Wine­house oder Jay-Z und hat ein geradezu enzyklopädisches Prince-Wissen auf Lager. Gemeinsam mit Prince-Kollaborator Brent Fischer zeichnet er neben der Songauswahl auch für die Orchesterarrangements verantwortlich. Das Ziel der beiden: die poppige Radiotauglichkeit von Prince mit der komplexen Tiefe vieler anderer Werke zu vereinen. Das Ganze wird auf wagemutige und umwerfende Weise um einige unveröffentlichte Prince-Songs zu etwas ergänzt, was „4U: A Symphonic Celebration of Prince“ endgültig zu einem einzigartigen Event macht.

Und spätestens wenn die Orchesterversion von „Purple Rain“ erklingt, wünscht man sich, dass der große Prince von irgendwo zuhört.

4U: A Symphonic Celebration of Prince: 29. November, 20 Uhr, Liederhalle, Tickets 07 11 / 550 660 77

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