Die Eule hat Raiko Grieb in Stuttgart wiedergefunden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Eine kleine Eule aus Holz erinnert Raiko Grieb, Bezirksvorsteher von Stuttgart-Süd, immer an einen Urlaub in Norwegen. Die kleine Holzskulptur steht auf seinem Schreibtisch im Ministerium.

Was sie genau darstellen soll, sieht man der Holzfigur beim ersten flüchtigen Blick nicht recht an. Raiko Grieb hat aber im Sommer 2013 in Norwegen sofort erkannt, um was es sich handelt: Die kleine Figur ist eine Eule. Bei einer dreiwöchigen Rundreise mit seiner Freundin hat der Bezirksvorsteher von Stuttgart-Süd sie in Norwegens zweitgrößter Stadt Bergen entdeckt. Doch leider war sie, wie eben alles dort, recht teuer. „Da hat mir als Schwabe schon das Herz geblutet“, erinnert sich Grieb.

Schweren Herzens hat er sie deshalb dort zurückgelassen. Vergessen hat er sie jedoch nicht, die Eule. In Stuttgart hat sich der Bezirksvorsteher dann auf die Suche gemacht und wurde überraschenderweise in einem Rockabilly-Shop an der Nesenbachstraße fündig. „Da hat sie beinahe die Hälfe gekostet“, sagt er.

Grieb hat die Holzfigur jedoch nicht gekauft, weil Eulen seine Lieblingstiere sind. „Da kann man jetzt auch gar nicht viel reininterpretieren“, sagt er. Er habe schlicht die Figur so schön gefunden, auch als Handschmeichler sei sie geeignet.

Die Eule steht auf seinem Schreibtisch im baden-württembergischen Wirtschafts- und Finanzministerium. Für Grieb ist sie ein Glücksbringer geworden, der ihn immer an den Urlaub erinnert. Dass es nicht die originale Eule aus Norwegen ist, spielt für ihn keine Rolle. Da geht die schwäbische Sparsamkeit halt vor.

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