Christian Diekmann (Deag), Staatssekretärin Gisela Splett, Wilhelma-Chef Thomas Kölpin, Veranstalter Christian Doll (von links) bei der Eröffnung des Christmas Garden in der Wilhelma. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

In Berlin zählte der Christmas Garden in der vergangenen Saison 120 000 Besucher. Kann die Wilhelma an diesen Erfolg anknüpfen? Wir verraten, wer die Macher der Lichtershow sind und wie das Spektakel nach Stuttgart kam.

Stuttgart - Vor einem Jahr hatte Christian Doll, der Geschäftsführer der Stuttgarter Veranstaltungsagentur C2 Concerts, geschäftlich in Berlin zu tun. Dort besuchte er im botanischen Garten den Christmas Garden nach Londoner Vorbild, sah die Schlangen an den Kassen – und war hin und weg von den Lichtskulpturen und vom illuminierten Ambiente. Mit der Idee, den Erfolg von der Hauptstadt in seine Heimat zu holen, kehrte der Konzertveranstalter zurück.

Die Deutsche Entertainment AG (Deag) mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Peter Schwenkow ist seit zwei Jahren Ausrichter des Christmas Garden in Berlin. Beziehungen zu Stuttgart unterhält der 64-jährige Schwenkow noch immer: Vor fast 25 Jahren hat er hier in der L-Bank den Friedrichsbau mitgegründet und ist nach seinem Ausstieg nun einer von etwa 20 Gesellschaftern des Varietés. Die inzwischen auf den Pragsattel umgezogene Bühne unterstützt den Christmas Garden in der Wilhelma beim Marketing und steht im Gegenzug auf den Programmen und der Karte zum Rundweg.

Billig ist der Besuch des Christmas Garden nicht

Christian Doll hatte sich rasch mit den Kollegen in Berlin auf ein Gastspiel in Stuttgart geeinigt und stieß auch bei seinem Wunschpartner, der Wilhelma, auf Zustimmung. Das Risiko des Lichterspektakels mit einem Etat von über einer Millionen Euro tragen C2 Concerts und die Deag gemeinsam, nicht aber der zoologisch-botanische Garten. Die Wilhelma ist anteilsmäßig an den Einnahmen beteiligt und hofft auf viele Besucher in der sonst eher schwierigen Winterzeit. Der Christmas Garden Berlin hat in der vergangenen Saison 120 000 Besucher angelockt. Wird es auch in Bad Cannstatt so einen großen Andrang geben? „Der Vorverkauf läuft bei uns besser als in Berlin“, sagt Doll. In der Hauptstadt sind die Kassen überrannt worden, so dass das Gelände zeitweise gesperrt werden musste.

Billig ist ein Besuch nicht. Die Preise in Stuttgart sind mit denen in Berlin identisch: Werktags kostet der Eintritt hier wie dort 17 Euro, am Wochenende und feiertags 19 Euro (Öffnungszeiten: 17 bis 22 Uhr). Wohlgemerkt: Die Summe muss man extra bezahlen. Mit der Wilhelma-Dauerkarte oder mit der Wilhelma-Tageskarte kommt man nicht auf den zwei Kilometer langen Rundweg.

Am 6. Januar verabschiedet sich der Christmas Garden

Wichtig war Christian Doll, dass die Lichtinstallationen zur Umgebung passen, die Architektur miteinbeziehen und nicht Disney-World nacheifern und dass Tiere nicht gestört werden. „Wir verlassen uns auf die Aussagen der Wilhelma-Tierexperten“, sagt der Veranstalter, „dass Pelikane und Pinguine, die einzigen Tiere, an denen man vorbeiläuft, nichts dagegen haben.“ Am 6. Januar ist Schluss. „Bei einem Weihnachtsthema kann es nicht länger gehen“, so Doll. Bei Erfolg – und damit rechnen alle – soll es nächstes Jahr die Fortsetzung geben.

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