In der Ortsmitte von Thomashardt kann ein Areal für den Wohnungsbau erschlossen werden. Foto: Peter Stotz

Der Ortskerns von Thomashardt wird aufgewertet. Was alles passiert gerade in dem Ortsteil von Lichtenwald?

Die Arbeiten zur städtebaulichen Neuordnung der Ortsmitte von Thomashardt gehen zügig voran. Mitte November waren zwei baufällige Häuser auf einem in zweiter Reihe westlich der Hauptstraße liegenden Areal abgebrochen worden. Der Gemeinderat hat nun die Arbeiten zur Erschließung der Grundstücke und zum Bau einer Stichstraße dorthin für etwa 161 000 Euro vergeben.

 

Die Gemeinde hatte die Gebäude und das Areal in einem zurückgesetzten Gebiet westlich der Hauptstraße nahe des Thomashardter Rathauses erworben, um eine Innenentwicklung und qualitätvolle Aufwertung im Ortskern zu ermöglichen. Der Bebauungsplan gibt vor, dass sich die Entwicklung in diesem gut bebaubaren, aber nicht erschlossenen Gebiet in das dörfliche Ortsbild einfügen muss. Durch die angestrebte Nachverdichtung soll in der Gemeinde dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden.

Neue Wasserleitungen und Kabel für die Stromversorgung

So können auf dem Gelände an der Stelle von seit langer Zeit baufälligen Gebäuden zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Nach dem Abbruch der beiden Gebäude soll nun das Areal erschlossen werden. Dafür müssen eine Wasserleitung zu den künftigen Baugrundstücken und ein Abwasserkanal einschließlich des Anschlusses an die öffentliche Kanalisation gebaut werden. Rohre und Kabel für die Stromversorgung und Anschlüsse an das Glasfasernetz müssen zu den Grundstücken verlegt werden.

Asphaltierte Zufahrtsstraße mit einer Straßenbeleuchtung

Da das Areal bisher nur über einen schmalen geschotterten Weg zugänglich war, wird auch eine neue asphaltierte Stichstraße einschließlich der Straßenbeleuchtung gebaut. Am Ende der kleinen Zufahrtsstraße entstehen eine Wendeplatte und drei öffentliche Stellplätze. Außerdem ist dort eine Grünfläche mit einem Baum vorgesehen.

Der Ortsteil Thomashardt bekommt eine neue Mitte. Foto: Roberto Bulgrin

Bürgermeister Ferdinand Rentschler erläuterte im Gemeinderat, dass die auf die Ausschreibung hin eingegangenen Angebote regionaler Bauunternehmen „erhebliche Preisspannen“ von bis zu 144 Prozent zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bieter aufgewiesen hätten. Das Gremium vergab die Arbeiten ohne Diskussion an dieses Unternehmen, eine Baufirma aus Reichenbach, zu etwas mehr als 161 000 Euro.

In der bisher den Planungen zugrunde liegenden Kostenberechnung für die Erschließung war die Verwaltung noch von Baukosten in Höhe von rund 260 000 Euro ausgegangen. „100 000 Euro günstiger – das ist wirklich ein sehr erfreuliches Ergebnis“, sagte Armin Storz (LBL) zu dem Beschluss.