Die Gemeinde Lichtenwald unterstützt den Tennisclub bei der Sanierung seiner Tribüne. Warum sie das tut.
Der Tennisclub Lichtenwald erhält im kommenden Jahr von der Gemeinde einen Investitionskostenzuschuss zur Sanierung der Tribüne und des Parkplatzes. Der Gemeinderat hat dafür einstimmig 15 000 Euro bewilligt. Der Verein geht dabei von Gesamtkosten von bis zu 40 000 Euro aus, wobei ein erheblicher Teil durch Eigenleistung gestemmt werden soll.
Mit mehr als 300 Mitgliedern zählt der Tennisclub (TC) Lichtenwald zu den größten Vereinen im Ort. Das Vereinsleben, das sportliche Geschehen und nicht zuletzt die umfangreiche Jugendarbeit haben sich in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt. Auch die Infrastruktur mit Plätzen und Vereinsheim wurde ausgebaut und ist mittlerweile auf einem guten Stand.
Marode Tribüne und Parkplätze: Sanierung dringend nötig
Einzig die Zuschauertribüne bedarf noch der Sanierung. Die wenigen Sitzgelegenheiten sind marode, teils verfallen und wirken wenig einladend. Auch die Parkmöglichkeiten am steilen Hang unterhalb des Sportplatzes bedürfen einer Erneuerung. Deren Schotterfläche ist ausgewaschen, die Begrenzungen und Absturzsicherungen zum Tennisplatz hin sind bröckelig.
Der Verein hatte die Kosten für die Sanierung auf etwa 40 000 Euro beziffert und die Gemeinde vor einiger Zeit um eine finanzielle Unterstützung für das Vorhaben gebeten. „Die Verwaltung sieht es als positiv, wenn der Verein in die Verbesserung der Anlage investiert und unterstützt das“, sagte Bürgermeister Ferdinand Rentschler in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Der TC weise „eine sehr positive Entwicklung“ auf, nicht zuletzt die Jugendarbeit sei dabei hervorzuheben.
Tennisclub Lichtenwald stemmt Sanierung mit Eigenleistung und Zuschüssen
Ein erheblicher Teil der kalkulierten Gesamtkosten würden vom Verein in Eigenleistung getragen, zudem könne der TC von einer Förderung durch den Württembergischen Landessportbund (WLSB) in Höhe von etwa 10 000 Euro ausgehen. Die Verwaltung schlage daher vor, dem Verein einen Investitionskostenzuschuss von 15 000 Euro zu gewähren.
Das Gremium beschloss den Zuschuss einstimmig. Mit Blick auf die Bedeutung des TC für die Gemeinde sei dies „sehr in Ordnung und gut investiertes Geld“, befand Martina Häussermann (CDU). Matthias Böhm (FUW) und Neo Fritz (Grüne) schlossen sich dem an. Es handle sich um „eine sinnvolle Investition in die Vereinsarbeit und in die Jugend der Gemeinde“, sagte Böhm. Auch Ute Hosch (LBL) lobte das Projekt. „Die Tribüne muss unbedingt saniert werden“, da gebe es keine Diskussion, stellte sie fest. Um etwas Geld zu sparen, könnte das Stabilisieren der Parkplätze allerdings hinterfragt werden, stünden doch oben am Sportplatz genügend Stellplätze zur Verfügung.
„Dann dürfte alles auf Vordermann gebracht sein“
Stephan Feifer, der Vorsitzende des Tennisclubs, erläuterte auf Bitten von Rentschler, dass die Parkplätze finanziell kaum ins Gewicht fallen werden. „Das ist kein Extra-Kostenpunkt. Der wirkliche Löwenanteil ist laut dem Landschaftsgärtner der Ausbau der alten Plätze und der Neubau“, versicherte Feifer. Mit dem Abschluss der Sanierung der Tribüne dürfte nach seiner Ansicht die Infrastruktur des Vereins in absehbarer Zeit keine weiteren Investitionen mehr erfordern. „Dann dürfte alles auf Vordermann gebracht sein“, sagte Feifer.