Mühsam war der Aufstieg bei der Wanderung der Freien Wähler. Foto: dpa

Der Jahresausflug der Freien Wähler stand an. Ein wahrer Gewaltmarsch, spöttelte der Kolumnist, nicht ahnend, was da auf ihn zukommen würde.

Leonberg - Der Jahresausflug der Freien Wähler wurde in der vergangenen Woche an dieser Stelle schon im Vorfeld kritisch analysiert. Denn während die Lokalpolitiker früher ferne Ziele wie die Südpfalz ansteuerten, ging es heuer lediglich quer über den Engelberg zur Grimmler-Alm. Ein wahrer Gewaltmarsch, spöttelte der Kolumnist, nicht ahnend, was da auf ihn zukommen würde. Unvorsichtigerweise wollte der Redakteur den vermeintlich leichten Gang über die heimische Hügellandschaft selber testen, geriet aber schon beim Blosenberg-Aufstieg unter sengender Sonne massiv ins Schwitzen. Gut nur, dass dort der Schatzmeister der Freien Wähler, Marc Sattler, wohnt. Dessen fürsorgliche Frau Silke konnte den ermatteten Mitwanderer mittels eines Handtuchs von seiner peinlichen Pein erlösen. Da hatte es Jutta Metz schon schlauer angestellt. Die Fraktionsvize hatte sich mit einem schützenden Hut an den Aufstieg gemacht. Keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigten hingegen der Stadtrat Georg Pfeiffer und dessen Partnerin Susan Gschwender. Respekt, sind doch der Klavierfabrikant und die Maklerin vornehmlich am Schreibtisch beschäftigt. Trotzdem waren die Leonberger Gipfelstürmer froh, dass Reiseführer und Vereinschef Wolfgang Schaal auf halber Höhe einen Zwischenstopp im Hause von Doris Merk arrangiert hatte. Die Frau des im vergangenen Jahr verstorbenen Urgesteins der Freien Wähler, Walter Merk, bewirtete die Flachlandtiroler mit Saft und Sekt. Sohn Rainer Merk musste zum Glück nicht eingreifen. Der Mediziner hatte sich schon darauf eingestellt, notfalls ein paar erschöpfte Wanderer zu reanimieren. Die Rast dauerte länger, der Weg war weiter. So musste eine kleine Abordnung um Dieter Vestner, die per Auto die Grimmler Alm angesteuert hatte, etwas länger auf die Freunde warten. Mit der Bemerkung „Wir waren pünktlich“ drückte Stadtrat Vestner einen leichten Unmut über die Verspätung aus, der angesichts des auf der Alm ausgeschenkten Fellbacher Weins schnell verflog. Die ganz hart Gesottenen traten den Rückzug ebenfalls zu Fuß an, was angesichts der Stärkung im österreichischen Lokal besser gelang. Außerdem hatten die Rückkehrer ein lohnendes Ziel: die Party mit Eddy and the News auf der Autoschau. Dort ward ein weiterer Promi der Freien Wähler gesichtet: Fraktionschef Axel Röckle hatte mit seiner Partnerin, der Heimsheimer Stadträtin Evelyn Richter, auf die Strapazen der Wanderung verzichtet und war gleich zu Eddy gegangen. Bewegt haben sich die beiden dafür auf der Tanzfläche. Geht doch auch!

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