Geben die Schönaicher Straße wieder frei: Sabine Kaebert (Stadtwerke), Sigrid Müller (Stadtentwässerung), OB Stefan Belz, die Bauleiter Roy Owens, Michael Dostal und Pablo Burkhardt (Tiefbauamt). Foto: Anke Kumbier

Seit August 2024 wurde die Schönaicher Straße in Böblingen in fünf Bauabschnitten umfassend saniert. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen.

Die Bauarbeiten in der Schönaicher Straße in Böblingen sind beendet. In den vergangenen eineinhalb Jahren war die wichtige Verbindungsstraße Richtung Schönaich zwischen Baumoval und Kalkofenstraße rundum saniert und dafür immer wieder voll gesperrt worden. Am Dienstagnachmittag haben Vertreter der Stadt und der beteiligten Baufirmen den letzten Bauabschnitt für den Verkehr freigegeben.

 

Seit Sommer 2024 hatte die Straße, aufgeteilt in fünf Bauabschnitte, einen neuen Belag bekommen, waren Gehwege saniert, Ampeln erneuert und Kreuzungen sicherer gemacht worden. Böblingens Oberbürgermeister Stefan Belz (Grüne) hatte am Dienstag bei der offiziellen Freigabe einige Zahlen parat. Demnach wurden in den vergangenen eineinhalb Jahren zwischen Penny-Kreuzung am Baumoval und Kalkofenstraße 7000 Quadratmeter Fahrbahn und 900 Quadratmeter Gehweg erneuert sowie 400 Quadratmeter Randsteine verlegt.

Über und unter der Erde viel passiert

Unter der Erde ist ebenfalls viel passiert. Belz spricht von 725 Metern Wasserleitungen und 400 Meter Gasleitungen, die saniert wurden. „Deren Funktion ist für die nächsten Jahre, ich möchte sogar sagen, Jahrzehnte sichergestellt.“ Bei dieser Baustelle sei „alles aus einem Guss“ gemacht worden. „Der Tiefbau hatte den Hut auf und hat auf gemeinsame Ausschreibungen geachtet, sodass man nur einmal an die Straße ran muss.“

Insgesamt sind, so Belz, nach Ende der Bauarbeiten 13 Querungsstellen sicherer und inklusiver. Für sehbehinderte Menschen etwa seien die Ampeln mit akustischen Signalen ausgestattet worden.

Den Anfang hatte im August 2024 die Kreuzung Heusteigstraße/Schönaicher Straße gemacht. Die Polizei hatte an dieser Stelle einen Unfallschwerpunkt festgestellt, der vorrangig beseitigt werden musste. Die neuen Ampelanlagen bezieht nun Rechtsabbieger mit ein und der Zebrastreifen wurde durch eine Fußgängerampel ersetzt.

Dank an Anwohner für Geduld

Von der Kreuzung Heusteigstraße/Schönaicher Straße rückte die Baustelle langsam weiter bis zur Kalkofenstraße. Nicht alles lief nach Plan. Vor allem die ersten Bauabschnitte verzögerten sich, weil sich der Untergrund als schlechter erwies als angenommen. Hinzu kam, dass die Entsorgung des Aushubs teurer war als gedacht. Die Stadtverwaltung gab daher im Frühjahr bekannt, mit Mehrkosten von rund einer Million – im Gesamten 2,75 Millionen Euro – zu rechnen. Die Abschlussrechnung liegt allerdings noch nicht vor.

Belz bedankte sich am Dienstag bei den Anwohnern für ihre Geduld. „Baustellen kosten Nerven.“ Vermutlich nicht nur diejenigen, bei denen die Baustelle direkt vor der Haustüre war, sondern auch diejenigen, die den Umleitungsverkehr in ihren Straßen hatten. Im ersten halben Jahr der Baustelle beispielsweise hatten vor allem Anwohner der Nürtinger Straße unter den vielen Autos geächzt, die plötzlich und teils sehr früh am Morgen an ihren Häusern vorbei rollten.

Doch bei aller Belastung waren gerade in den sozialen Medien immer wieder wohlwollende Kommentare zu lesen und Freude darüber, dass die Schönaicher Straße neu gemacht wurde.