Klimaschutz-Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" graben vor dem Kanzleramt nach "Öl". Zuvor hatten sie vor dem Kanzleramt eine öl-ähnliche Farbsubstanz verschüttet. Foto: Paul Zinken/dpa

Mehrere als Bundeskanzler verkleidete Klimaschützer haben vor dem Kanzleramt gegen Ölbohrungen demonstriert - bis die Polizei die Aktion beendete.

Berlin - Klimaschützer haben am Samstag vor dem Bundeskanzleramt demonstriert. Etwa zehn Personen hätten schwarze Farbe auf eine Wiese gekippt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Gruppe "Letzte Generation" erklärte, mehrere als Bundeskanzler Olaf Scholz verkleidete Personen hätten mit Spaten die Erde aufgerissen und seien sogleich auf "große Mengen fossilen Öls" gestoßen. Sie seien dann "in Handschellen abgeführt" worden.

Festnahmen bestätigte die Polizeisprecherin vorerst nicht. Ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete, dass die Beamten zunächst auf die Demonstranten einredeten, um das Graben auf der Wiese zu stoppen. Als die Aktivisten nicht aufhörten, schritt die Polizei ein, ergriff sechs als Scholz verkleidete Personen und zog sie zu Boden.

Die "Letzte Generation" blockiert seit Wochen täglich Autobahnabschnitte in Berlin, um die Bundesregierung zu mehr Klimaschutz zu drängen. Konkret fordert sie eine Erklärung von Scholz, dass es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben wird. Bei der Aktion vor dem Kanzleramt sollte die schwarze Farbe offenbar Erdöl symbolisieren.