Tijan Njie und Kathrin Menzinger dürfen auch im Halbfinale tanzen. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Bei "Let's Dance" geht es in die heiße Phase. Ilka Bessin konnte beim "Champions-League-Niveau" (Llambi) nicht mehr mithalten und schied vor dem Halbfinale aus. Wer sind jetzt die Favoriten?

Fünf der ursprünglich zehn Promis waren bei der "Challenge"-Ausgabe von "Let's Dance" noch dabei: Luca Hänni (25), Ilka Bessin (48), Moritz Hans (24), Tijan Njie (28) und Lili Paul-Roncalli (22) kämpften um den Einzug ins Halbfinale. Nicht geschafft hat das nach spektakulären Auftritten der anderen Prominenten Ilka Bessin - die tänzerische Kluft der "Cindy aus Marzahn"-Darstellerin zu den anderen Kandidaten war einfach zu groß.

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Erste gegen letzte Liga

Luca Hänni und Christina Luft (30) lieferten gleich zu Beginn voll ab. Jorge González (52) bekam sich nach ihrem Cha-Cha-Cha gar nicht mehr ein, auch Motsi Mabuse (38) fand: "Das war der beste Cha-Cha-Cha dieser Staffel." Selbst Joachim Llambi (55) fand: "Das war sogar der beste Opening-Tanz dieser Staffel. Zusätzlich: mega Fußarbeit!" Volle 30 Punkte sahnten die beiden ab.

Ilka Bessin sagte bereits im Einspieler: "Ich weiß, die anderen sind erste Liga und ich bin nur Kreisklasse." Nach dem anschließenden Slow Fox stellte Llambi klar: "Die anderen sind nicht erste Liga sondern Champions League." Der Klassenunterschied schlug sich auch in den Punkten nieder. Lediglich auf zehn Punkte kam Bessin mit ihrem Partner Erich Klann (32).

Durchweg starke erste Runde

Moritz Hans und Renata Lusin (32) kamen dann wieder zurück zum Oberklasse-Niveau. Ihre Power-Salsa kam bei allen Juroren gut an, auch wenn González das Gefühl hatte, dass Hans "manchmal das Atmen vergessen hast." Mabuse fand, man könne sich jede Woche "auf eure 110 Prozent verlassen. Euer Timing, eure Energie, eure Präsenz ist alles sehr, sehr gut." Das führe aber dazu, dass, wie Llambi erklärte, er "steif und angespannt" werde und "Lockerheit und Rhythmus, gerade in der Salsa" vermissen lasse. 23 Punkte bekamen die beiden.

Tijan Njie und Kathrin Menzinger (32) überzeugten mit ihrem anschließenden Charleston mehr. González sah "pure Lebensfreude", Mabuse attestierte dem Paar "350 km/h auf der Autobahn", Llambi pflichtete bei: "Das war ein brutales Tempo." Seinen persönlichen Geschmack traf der Tanz allerdings nicht: "Das ist wie bei einem Bild - man kann sagen: Das gefällt mir oder das gefällt mir nicht." Das Niveau der Kritik stieg merklich. Mit den 26 Jurypunkten konnten die beiden zufrieden sein.

Lili Paul-Roncallis verpasste ihrem Partner Massimo Sinató (39) während der Proben am Tag vor der Show eine versehentliche Kopfnuss, er musste sich übergeben und von Ärzten betreut werden. Nach ihrem Auftritt gestand Sinató, was ihm anzusehen war: "Ich bin auch immer noch angeschlagen." Die nach wie vor wohl größten Favoriten auf den Gesamtsieg trafen mit ihrem Charleston den Geschmack von Llambi mehr: "Das war eine sehr runde Sache, das war ein Charleston, wie wir ihn kennen." 27 Punkte war der Auftritt der Jury wert.

Die Challenges

Bei der zweiten Tanzrunde des Abends musste jedes Paar eine Challenge in ihrem Tanz meistern. Ilka Bessin und Erich Klann hatten 30 Sekunden lang Fächer zu verwenden (11 Punkte); Moritz Hans und Renata Lusin sollten eine halbe Minute mit verdeckten Augen performen (29 Punkte); Luca Hänni und Christina Luft integrierten Stühle in ihre Choreographie (30 Punkte); Lili Paul-Roncalli und Massimo Sinató waren während ihres Tanzes durch ein langes Tuch verbunden (29 Punkte); Tijan Njie und Kathrin Menzinger hatten ein Seil um ihre jeweiligen Füße gebunden (30 Punkte). Worauf sich die Zuschauer in den letzten Folgen freuen dürfen, zeigten die verbliebenen Paare eindrucksvoll: Ausdrucksstärke, Athletik, Coolness, Lebensfreude, Rhythmus, Sex-Appeal, Taktgefühl, und, und, und.

Welcher der vier verbliebenen Promis jetzt die besten Chancen auf das diesjährige "Let's Dance"-Finale hat, dürften nach den bisherigen Performances zwei Faktoren entscheiden: die jeweilige Tagesform und die Anrufe der Zuschauer. Juror Llambi stellte mehr als einmal fest: "Jetzt geht es um jeden Tanz, jede Kleinigkeit kann den Unterschied machen."

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