Leslie Clio hat im Wizemann ihren gut tanzbaren Soulpop geboten. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Leslie Clio will anders sein als andere Popstars aus Deutschland. Im Wizemann hat sie gezeigt, dass ihr das auch gelingt.

Stuttgart - Der erste Song des Abends war mal ihre erste Single, vor sechs Jahren. Leslie Clio kommt auf die Bühne, singt: „I told you so“. Sie trägt einen weit geschnittenen cremefarbenen Hosenanzug, Schuhe mit hohen Absätzen. Ihre Haare sind blond, ihre Lippen sind rot, ihr Humor ist kräftig und trocken: eine selbstbewusste 32-jährige, die anders sein will als andere junge Popstars aus Deutschland. Das gelingt ihr auch.

Kühl und frech

300 Fans sind am Donnerstagabend ins Stuttgarter Wizemann gekommen, um ihr Konzert zu erleben, füllen den kleineren Saal dort zu zwei Dritteln. Leslie Clio wird begleitet von Schlagzeug, Bass, Keyboard. Eine Backgroundsängerin ist bei ihr auf der Bühne, auch ihr Bassist singt im Hintergrund. Der Sound ist schwer, rhythmisch, tanzbar, stellt Clios Stimme in den Vordergrund. Und ihre Stimme, ihre kühle, freche Attitüde, tragen die Show.

Soulpop nennt sie ihr Genre. Sie singt 14 Songs im Wizemann, dann zwei Zugaben. Der ganz große Hit ist noch nicht dabei, aber in vielen Augenblicken überzeugt die Wahlberlinerin. Auch beim kleinen romantischen Akustikteil.

Setlist: Told you so - Twist the Knife - Damage done - Bad Eyes - Riot - Survivor - Darkness ist a Filler - But it ruins me - Game Changer - Why cry - Fragile - My Heart ain‘t that broken - And I‘m leaving - Be with you - Rumours - I could‘t care less - Wonderful World

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