Coco Baur im vergangenen Jahr bei einem Turnier auf dem Podium – das blieb ihr in Sarajewo jedoch verwehrt. Foto: privat

Coco Baur startet von dieser Saison an in der Altersklasse U 21, mit ihrem ersten Einsatz hat sie so früh in diesem Jahr aber gar nicht gerechnet. Dass die Berufung kurzfristig kommt, ist ein Nachteil.

Premiere für Coco Baur in der U 21: Die Judo-Kämpferin aus Leonberg, die im Januar 18 Jahre alt geworden ist, startete erstmals in ihrer neuen Altersklasse beim European-Cup in Sarajevo. Erst zwei Tage vor dem Turnier erfuhr sie, dass sie als Ersatz für eine erkrankte Athletin nachrücken durfte und nach Bosnien-Herzegowina aufbrechen sollte – was keine optimale Vorbereitung mehr zuließ.

 

In der ersten Begegnung traf Coco Baur auf die starke Russin Anna Godomskaia, die wegen einer verbotenen Bewegung fünf Sekunden vor Kampfende disqualifiziert wurde. Gegen die Italienerin Serena Ondei verlor die Leonbergerin in Runde zwei durch einen Haltegriff. In der Trostrunde im Kampf um den Einzug ins kleine Finale um Platz drei stand Baur der Russin Slata Suprunenko gegenüber, die 20 Zentimeter größer war als sie – die Deutsche kämpfte beherzt, doch bereits nach zehn Sekunden nutzte die Russin ihre langen Beine und ging mit einer Wertung für einen Innenschenkelwurf in Führung. In der zweiten Minute ging Baur volles Risiko, setzte einen Schulterwurf an und wurde jedoch von der Russin gekontert und unterlag am Ende. So blieb Platz sieben für Coco Baur bei ihrer Premiere in der U 21.