Leonberg Weniger Feinstaub in der Grabenstraße

Von Ulrike Otto 

Die täglichen Blechkolonnen sorgen für Feinstaub und Abgase. Foto: factum
Die täglichen Blechkolonnen sorgen für Feinstaub und Abgase. Foto: factum

Die Grenzwerte für Feinstaub werden in der Grabenstraße seltener überschritten. Dennoch ist der viel befahrene Abschnitt weiter stark belastet, vor allem mit giftigem Stickstoffdioxid.

Leonberg - Tagtäglich quälen sich die Blechkolonnen durch die Grabenstraße. Das kurze steile Stück ist die am meisten frequentierte Strecke innerhalb von Leonberg – was sich auch beim Lärmpegel und Schadstoffausstoß bemerkbar macht. Zumindest beim Feinstaub hat sich die Lage in den vergangenen zwei Jahren aber gebessert. „Wir verzeichnen eine kontinuierliche Abnahme über die letzten Jahre“, sagt Michael Kübler vom Stadtplanungsamt.

Laut Untersuchungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, die eine Messstation in der Grabenstraße hat, wurde die Marke von 35 Überschreitungen des zulässigen Grenzwertes in den Jahren 2012 und 2013 nicht mehr überschritten. Im vergangenen Jahr waren es 30 gewesen, davor 31 Überschreitungen. Zum Vergleich: der Spitzenwert im Jahr 2010 lag bei 55 Grenzwert-Übertretungen beim Feinstaub.

Bei der Stadt Leonberg verbucht man dies als Erfolg der Umweltzone. Diese war zum 1. März 2008 eingerichtet worden. Ende 2011 folgte ein Durchfahrverbot für Lkw in der Kernstadt sowie in den Teilorten Höfingen und Gebersheim. Seit Anfang vergangenen Jahres dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette die Umweltzone durchfahren. In diesem Jahr ist der kritische Wert bereits mehrfach übertroffen worden. Das liegt Laut Stadtplanungsamt aber nicht nur am Feinstaub, den Autos und Laster produzieren. „Da spielt auch der Saharastaub eine Rolle, der wird mitgemessen.“ Weiterhin kritisch sind die Stickstoffdioxid-Werte in der Grabenstraße, die ebenfalls an der Messstation erfasst werden. Hier sollte das Jahresmittel einen Wert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten. 2013 wurde hier das seit Jahren niedrigste Ergebnis erzielt – allerdings lag es bei 60 Mikrogramm.

Michael Kübler betont, dass der jetzige Standort der Messstation nicht optimal sei. Diese befindet sich vor der Hausnummer 1 – also ganz unten an der Straße. Dort sei die Belastung verstärkt zu spüren. In den Jahren 2005 und 2006 war die Messstation vor Hausnummer 14 angebracht – was gleich zu niedrigeren Messergebnissen führte. An diesem Standort ließen sich aber bessere Aussagen über die Situation in der gesamten Straße treffen.

Nach dem Umbau der Grabenstraße wird die Station deshalb wieder vor der Nummer 14 installiert. Der Straßenabschnitt muss komplett instandgesetzt werden. Deshalb ist die Strecke in den Sommerferien gesperrt.

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