Das Innenleben und die Fenster des Sitzungsanbaus sind ausgebaut. Foto: Stadt

Der Rathaus-Anbau wird wohl in der kommenden Woche abgerissen. Dazu ist auch der Parkplatz teils gesperrt.

Leonberg - Erst kamen die Maurer, dann der Mini-Bagger. Und in der kommenden Woche folgt die Abrissbirne. Dem ehemaligen Sitzungssaal-Anbau am Leonberger Rathaus geht es nun endgültig an den Kragen. Nur ein Skelett ist noch übrig: kahle Wände, ein großer leerer Raum und Löcher, wo einst Fenster waren.

In der vergangenen Woche wurde der Durchgang zum Rathaus zugemauert. Das ist aus Sicherheitsgründen nötig. Das Innenleben, sprich Mobiliar, Holzvertäfelung und Leitungen, war bereits im April ausgebaut worden. In dieser Woche wurden schließlich die Fensterrahmen mit einem Bagger entfernt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, plant die ausführende Baufirma den endgültigen Abriss für die kommende Woche. Damit ist dann der Weg frei für die Tiefbauarbeiten für den Rathaus-Neubau, der bis Februar 2017 bezogen werden muss.

Dieser entsteht auf dem Belforter Platz direkt davor. Der Vorplatz ist deshalb schon seit einigen Wochen gesperrt. Der Besuchereingang wurde verlegt und befindet sich nun in Höhe der Bushaltestelle im zweistöckigen Anbau. Der Weg dahin wurde mittlerweile auch asphaltiert. Doch das sind nicht die einzigen Veränderungen, mit denen die Bürger derzeit zu rechnen haben. So ist ein Teil des Gehwegs der Lindenstraße zum Parkplatz gesperrt. Außerdem ist nur ein Teil der Stellflächen erreichbar. Der übrige Platz ist Teil der Baustelle, auf dem Geräte und Material gelagert werden. „Der Rathaus-Parkplatz kann aber weiterhin genutzt werden. Dazu sollte die Einfahrt weiter unten Richtung Johannes-Kepler-Gymnasium genutzt werden“, erklärt die Stadt-Sprecherin Undine Binder-Farr.

Die obere Einfahrt dient nur als Zugang zur Baustelle und ist den Mitarbeitern und Fahrzeugen der Baufirma vorbehalten. Auch wenn schon der ein oder andere die Gunst der Stunde genutzt und sein Fahrzeug auf der vermeintlich freien Fläche abgestellt habe.

Für Erheiterung sorgte in der vergangenen Woche auch der Zebrastreifen in der Lindenstraße. Der bisherige ist durchgestrichen, darf also nicht mehr genutzt werden. Was ohnehin schwierig wäre, da der Gehweg mit einem Bauzaun abgesperrt ist.

Stattdessen wurden vorübergehend Streifen weiter unten in der Nähe des JKG markiert – nur leider zur einer ungünstigen Zeit. Denn die gelben Striche wurden bereits aufgemalt, als der Bordstein noch nicht abgesenkt war – und ein Bauzaun den Weg versperrte. Mittlerweile ist dies aber erledigt und der Übergang auch gut mit Rollstuhl oder Kinderwagen passierbar.

Für 25 Millionen Euro soll der Rathaus-Neubau bis Februar 2017 bezugsfertig sein. Denn nur bis zu diesem Termin hat das bisherige, 1962 erbaute, Gebäude noch eine Betriebserlaubnis, aus Gründen des Brandschutzes und der technischen Sicherheit.

Im Budget sind auch die Kosten für den Umzug der Verwaltung – inklusive der Ämter in den drei Außenstellen in der Bahnhof- und der Eltinger Straße – sowie den Abriss des bisherigen Gebäudes enthalten.

Bislang hat Leonberg dafür 2,7 Millionen Euro an Städtebauförderung von Bund und Land erhalten. Hinter dem Neubau sind zudem ein Parkdeck mit Dachgarten sowie ein neuer Parkplatz geplant. Diese werden jedoch erst nach dem Umzug in zwei Jahren fertiggestellt.

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