Der Porsche des Unfallverursachers aus Leonberg. Foto: Thomas Gaulke

Ein Leonberger Fahrer eines weißen Porsche hat am Starnberger Kreuz bei München einen tödlichen Unfall verursacht. Es gibt Hinweise, dass der 51 Jahre alte Unfallfahrer aus Leonberg mit bis zu 300 km/h Geschwindigkeit unterwegs gewesen ist.

Starnberg – Ein Leonberger Fahrer eines weißen Porsche hat am Starnberger Kreuz bei München einen tödlichen Unfall verursacht. Es gibt Hinweise, dass der 51 Jahre alte Unfallfahrer aus Leonberg mit einer extrem hohen Geschwindigkeit unterwegs gewesen ist. Nach Berichten in Münchner Zeitungen könnte der Porsche-Fahrer deutlich schneller als 200 Stundenkilometer, möglicherweise fast Tempo 300 gefahren sein. An der Unfallstelle der Autobahn 95 gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung. „Es gibt Zeugenaussagen, dass der Unfallverursacher eine sehr hohe Geschwindigkeit hatte. Das ist bisher aber rein spekulativ“, sagte ein Sprecher der Polizei in Weilheim zu den Berichten.

Bei dem Unfall ist am Samstag eine 67 Jahre alte Frau getötet worden. Ihr Auto wurde von dem mehr als 350 PS starken Sportwagen gerammt. Der Leonberger verlor auf der linken Spur die Kontrolle über sein Auto. Er kam ins Schleudern, schoss rechts über einen Grünstreifen und kam auf dem Zubringer aus Starnberg wieder auf die Fahrbahn. Dort rammte er die 67-jährige Frau in ihrem Toyota.

Feuerwehr: „Der Fahrer muss wahnsinnig gewesen sein“

Nach dem Zusammenstoß wurde die schwer verletzte Frau noch vor Ort reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo sie kurze Zeit später starb. Es wird vermutet, dass der 51-Jährige wegen hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Auto verloren hat. Der Sportwagenfahrer und sein drei Jahre älterer Beifahrer wurden bei dem verheerenden Unfall nur leicht verletzt. „Die Schleuderspur des Porsche war 600 Meter lang“, hat ein Polizist vor Ort erklärt. Der Vize-Feuerwehrkommandant berichtet, der Sportwagen sei nach dem Aufprall noch 150 Meter weitergeschossen. „Der Porschefahrer muss definitiv wahnsinnig schnell gewesen sein“, erklärte er gegenüber der örtlichen Presse.

An der Stelle ist erst vor Kurzem das Tempolimit von 100 Stundenkilometer aufgehoben worden, nachdem die Autobahn renoviert wurde. Nun ist bereits innerhalb weniger Monate der zweite schwere Unfall passiert: Vor drei Monaten wurde dort ein BMW X3 völlig zerstört, als sein Fahrer offenbar alkoholisiert und viel zu schnell einen Unfall baute. Laut Berichten des Münchner Merkur wird nun überlegt, das Tempolimit dort wieder einzuführen.

Ein Gutachter soll nun den genauen Ablauf des Unfalls klären und dabei auch die Geschwindigkeit ermitteln, mit der der Unfallfahrer die Autobahn entlang gerast ist. Zudem soll untersucht werden, ob der Sportwagen einen Defekt hatte. Der 51-jährige Porsche-Fahrer war bei dem Unfall nicht alkoholisiert.

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