Noch ist der Blick auf die Baustelle frei. Zu erkennen sind bereits das Außenbecken (links) Foto: factum/Bach

Der Neubau neben dem Hallenbad nimmt immer mehr Konturen an. Das Außenbecken ist bereits in den Boden eingelassen. Im Garten steht schon eine Schwitzhütte. Der Innenausbau erfolgt im Winter. Nur vom Baumhaus ist noch nichts zu sehen.

Leonberg - Ach, wenn doch nur schon Wasser drin wäre! Bei den hohen Temperaturen zuletzt hatte sicher niemand Lust auf einen Saunabesuch. Doch auf der Baustelle am Hallenbad steht bereits das künftige Außenbecken und entlockt so manchem Fußgänger in der Hitze sehnsuchtsvolle Blicke.

Schon bald wird die Mauer vor dem Sauna-Neubau hochgezogen. Doch noch kann man einen Blick erhaschen auf das, was in den vergangenen Monaten schon hochgezogen wurde. Außer dem Außenbecken, das später übrigens mit warmem Wasser gefüllt werden wird, steht auch schon der Anbau für die Außensauna. Die wird jetzt sogar größer als anfänglich vorgesehen. „Der Deutsche Saunabund hat empfohlen, dass sie mindestens 40 Leute sitzend fassen soll“, erklärt Ute Leiner-Jacob vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. Zuvor war die Größe auf maximal 30 Besucher ausgelegt gewesen. In dem Anbau sollen zudem kalte Duschen, ein Technik- und der Chlorgasraum Platz finden.

Auf der Mauer sind bereits Stützen angebracht, die später einmal die Front der „Baumhaus-Sauna“ tragen sollen. „Da kann man schon einmal sehen, wie hoch es werden soll“, sagt Ute Leiner-Jacob. Hier haben bis zu 20 Menschen direkte Sicht auf die Altstadt und auf die Rathaus-Baustelle.

Die Baumhaus-Sauna soll das Aushängeschild des Neubaus sein, was umstritten war. Kostet der auf Stelzen stehende Raum doch mehr als einer am Boden. Doch schließlich hatte sich die Mehrheit des Gemeinderates für diese Variante als ein Alleinstellungsmerkmal entschieden, da man so auf mehr Besucher hofft – frei nach dem Motto „Wenn schon, dann richtig“.

Derzeit wird vor allem im Übergangs­bereich zum Hallenbad gearbeitet. Denn diese Aufgaben müssen erledigt sein, bevor die Ferien zu Ende sind. Egal, ob das Wetter so schön und warm bleibt oder nicht – das Hallenbad öffnet pünktlich am Montag, 14. September, und das Leobad ist dann wieder geschlossen. Der Grund dafür sind der Schul- und Vereinssport. Damit dieser reibungslos über die Bühne gehen kann, müssen alle verbindenden Arbeiten erfolgt sein. Dazu gehören etwa die Lüftungs- oder die sanitären Anlagen. Der Saunabereich erhält eigene Umkleiden und Duschen. Die Sanitäranlagen sind getrennt, die Umkleiden wird es sowohl getrennt nach Geschlechtern als auch gemischt geben, ergänzt um einen barrierefreien Raum. Bis das Herbstwetter richtig zuschlägt, sollen außerdem die Fenster eingebaut sein. Bislang liege man voll im Zeitplan.

Im Winter wird sich dann ganz dem Innenausbau gewidmet. Dann werden auch die Bio-Sauna (bis 20 Personen) sowie das Dampfbad (bis 20 Personen) eingebaut. Wie es drinnen einmal aussehen soll, da ist momentan noch Fantasie gefragt. „Die Leute sollen sich überraschen lassen“, meint Leiner-Jacob. Die Mitarbeiterin des Gebäudemanagements verrät nur so viel: „Wir arbeiten mit Fliesen in verschiedenen Farben, wobei der Boden die gleiche Farbe haben wird wie im Hallenbad.“

In den Saunen selbst arbeite man natürlich mit Holz, das Dampfbad erhält zudem ein Fliesenmosaik. Vorgesehen sind außerdem größere Ruhebereiche mit Liegen und eine Saftbar. Eine spezielle Saunagastronomie ist nach Angaben der Stadtverwaltung allerdings nicht wirtschaftlich.

Im kommenden Jahr werden die Arbeiten im Außenbereich dann abgeschlossen. Das bestehende Rondell oberhalb des künftigen Saunageländes wird dann auch bepflanzt, um die Sauna-Gäste vor neugierigen Blicken zu schützen.

Auch das Betriebskonzept steht schon. Dieses hat der Gemeinderat noch vor der Sommerpause beschlossen. So will die Stadt etwa mit ganz unterschiedlichen Aufgüssen im Stundentakt punkten, vielleicht sogar öfter. Anders als das Hallenbad soll die Sauna übrigens im Sommer geöffnet bleiben. Apropos Öffnungszeiten: Von September bis Mai ist die Sauna werktags von 10 bis 22 Uhr zugänglich, am Wochenende von 10 bis 21 Uhr. Im Sommer kann man von 15 bis 21 Uhr schwitzen, samstags und sonntags von 15 bis 19 Uhr. Auch die Eintrittspreise wurden schon festgelegt. Zweieinhalb Stunden Sauna kosten zwölf Euro, die Tageskarte 14 Euro. Dafür darf dann auch das Hallenbad kostenlos mitgenutzt werden, sofern es offen ist.

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