In diesem Sommer war Abkühlung Gold wert. Foto: factum/Bach

145 000 Besucher sind in diesem Sommer dagewesen. Am 15. September öffnet dann wieder das Hallenbad. Dort gibt es einen neuen Pächter für das Bistro.

Leonberg - Nun, die Temperaturen laden derzeit nicht gerade zum Schwimmen im Freibad ein. Wenn das Leobad am Sonntag, 13. September, endgültig für diesen Sommer seine Tore schließt, sind wohl die wenigsten traurig darüber. Doch während im vergangenen Jahr verregnete Ferien für einen Einbruch bei den Besucherzahlen sorgten, zeigt der Trend diesmal wieder nach oben. „Bis zum 31. August haben wir 145 000 Besucher im Leobad gezählt“, berichtet Undine Binder-Farr, die Pressesprecherin der Stadt Leonberg.

Im vergangenen Jahr waren es bis Anfang September gerade mal 100 000 gewesen, der Großteil davon war bereits vor dem Ferienstart im Bad gewesen. „Das war der schlechteste Sommer seit Jahren“, bilanzierte Binder-Farr. Das Schicksal eines Freibades hängt nun mal vom Wetter ab.

Mit dem Ergebnis von 2015 liegt das größte Freibad der Region sogar über der schon sehr guten Zahl von 2013, als 142 000 Gäste registriert worden waren. Und auch einen Tagesrekord hat es diesmal gegeben: Am Sonntag, 5. Juli, suchten 8000 Menschen Abkühlung. Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können und die sicher auch in der Diskussion über die anstehende Sanierung des Bades eine Rolle spielen werden.

Der Gemeinderat hatte vor der Sommerpause ein Planungsbüro und eine Projektgruppe mit Experten beauftragt, verschiedene Zukunftsvarianten für das städtische Freibad zu entwickeln. Noch sind jedes Frühjahr nur kleinere Reparaturen notwendig, doch eine umfassende Erneuerung, eventuell verbunden mit einer Neugestaltung, ist in den kommenden Jahren wohl unumgänglich. Ein schwieriges Thema, zumal die Stadt bei den Bädern jährlich Geld zuschießen muss.

Das Hallenbad im Sportzentrum startet am Dienstag, 15. September, in seine zweite komplette Saison nach der Sanierung. Von Dienstag bis Sonntag dürfen alle die Schwimmhalle nutzen, während der Montag den Vereinen und Schulen vorbehalten ist. Dann werden die Badegäste auch von einem neuen Gastronomen versorgt. Bereits am Samstag, 12. September, wird um 9 Uhr das Bistro eröffnet.

Die Familie Etemi aus Reutlingen wird in den im vergangenen Jahr neu gestalteten Gaststättenräumen ihren Restaurantbetrieb beginnen. Der in Tübingen geborene Jetmir Etemi ist gelernter Restaurantfachmann und hat viel Erfahrung aus leitenden Tätigkeiten in zahlreichen Gastronomiebetrieben. Er war unter anderem Restaurantleiter im Hotel Convita in Rottenburg, Abteilungsleiter im Literaturcafé der Kunsthalle Tübingen, Restaurantleiter im Café Friedrichs in Reutlingen und er führte gemeinsam mit seiner Frau auch einen eigenen Restaurantbetrieb.

Das Angebot des Hallenbad-Bistros wird sich vor allem an die Badegäste und Nutzer des Sportzentrums richten, aber auch für alle anderen offen sein, etwa für Geburtstags- oder Vereinsfeiern. Die Familie plant, das Restaurant ganzjährig zu öffnen, mit Ausnahme eines Urlaubs in den Sommerferien. Schließlich soll die Sauna nach ihrer Eröffnung im kommenden Jahr auch ganzjährig in Betrieb sein. Weitere Neuerung: Künftig soll es auch Außengastronomie auf einer Holzterasse geben.

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