Angeblich sollte ein 68-Jähriger eine Million Euro gewinnen – und hat 1270 Euro verloren. Foto: dpa

Neu ist die Masche nicht, aber irgendwie funktioniert sie doch immer wieder. Ein 68-jähriger Leonberger hat Ende September eine E-Mail erhalten, in der ihm feierlich verkündet wurde, dass er im spanischen Lotto gewonnen hätte. Ein Betrug, wie sich zeigt.

Leonberg – Neu ist die Masche nicht, aber irgendwie funktioniert sie doch immer wieder. Ein 68-jähriger Leonberger hat Ende September eine E-Mail erhalten, in der ihm feierlich verkündet wurde, dass er im spanischen Lotto gewonnen hätte. „Obwohl dem Mann bewusst war, dass er niemals an einem solchen Gewinnspiel teilgenommen hatte, führte er in der Folge mehrere Telefonate mit vermeintlichen Vertretern des spanischen Tourismusverbandes“, berichtet der Polizeisprecher Frank Natterer.

Dabei wurde dem Mann erklärt, dass er seinen Gewinn von knapp einer Million Euro aber erst ausbezahlt bekäme, wenn er eine sogenannte Überweisungsgebühr in Höhe von 1270 Euro auf das Konto eines spanischen Kreditinstituts leisten würde. Das tat der 68-Jährige, wenig später kam die nächste Zahlungsaufforderung, diesmal über 4800 Euro. Erst jetzt ahnte der vermeintliche Millionen-Gewinner, dass er einer Betrugsmasche auf den Leim gegangen war. „Diese Betrugsmasche kommt immer wieder vor“, sagt Frank Natterer von der Polizei. Sie erfreue sich wohl einer gewissen Popularität, weil es genug leichtgläubige Opfer gebe. „In den meisten Fällen bleiben die Taten zwar im Versuchsstadium stecken, aber zu oft machen die Betrüger leider auch Kasse“, warnt die Polizei.

Die Chancen, die Betrüger zu schnappen, stehen nahezu bei null. „Die Erfolgsquote ist sehr gering“, sagt Natterer. Man gehe davon aus, dass die Betrüger im spanischen Raum zu finden seien, in der Vergangenheit seien es meist osteuropäische Strukturen gewesen. „Selbst wenn wir die Täter identifizieren, ist es kaum möglich, an sie heranzukommen“, erklärt der Polizeisprecher. Natterer warnt: „Vertrauen Sie keinem E-Mail-Absender, den Sie nicht identifizieren können.“ Spätestens wenn man für angebliche Gewinne etwas bezahlen müsse, solle man die E-Mail löschen.

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