Leonberg Layher verlangt klare Mehrheit

Von Thomas Slotwinski 

So sollen die Wohnhäuser auf dem Bausparkassenareal aussehen. Foto: Layer
So sollen die Wohnhäuser auf dem Bausparkassenareal aussehen. Foto: Layer

Der Investor will ohne eine deutliche Mehrheit im Gemeinderat die Brache nicht bebauen. Die Gemeinderäte loben die Architekten, die auf Kritik gut reagiert und die Pläne entsprechend geändert haben.

Leonberg - Der Abend beginnt mit einer unmissverständlichen Ansage: „Meine Familie steht hinter dem Projekt“, erklärt Albrecht Layher. „Für ein 50-Millionen-Vorhaben brauchen wir aber ein klares Votum des Gemeinderats. Sonst können wir das nicht machen. Meine Familie hat mich beauftragt, Ihnen das zu sagen.“

Wie es aussieht, kann der Chef des Bauunternehmens aus Besigheim mit einer deutlichen Mehrheit rechnen. Die Reaktionen auf die Pläne für ein Stadtquartier auf der Bausparkassenbrache fallen im Gemeinderat zwar nicht begeistert, aber weitgehend freundlich aus. Wie berichtet, will der Familienbetrieb Layher in insgesamt 16 Häusern 188 Wohnungen realisieren. Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens könnte es Anfang 2015 losgehen.

Michael Wenderoth vom Stuttgarter Architekturbüro ARP erläutert den Stadträten das Konzept. Die Häuser sind maximal viergeschossig. Inmitten des Viertels ist ein Platz mit viel Grün. Die Blickbeziehung zur Altstadt ist gegeben.

Elke Staubach (CDU) und Christa Weiß (SPD) loben den Architekten, habe er doch auf die Kritik am Ursprungskonzept gut reagiert. Vor einem Jahr war noch von fünfstöckigen Häusern die Rede. Unzufrieden hingegen ist Wolfgang Schaal. Dem Freien Wähler sind die Blöcke „zu monoton“. Er plädiert für weniger Wohnungen. Das sieht Dieter Maurmaier anders: „Wir sind in einer Stadt. Das ist die Bebauung nun mal dichter“, sagt der FDP-Fraktionschef. Auch Michael Moroff (CDU) warnt vor einer Reduzierung der Wohnfläche: „Jeder Quadratmeter, den wir herausnehmen, verteuert die anderen Wohnungen.“

Angesichts von nur 19 öffentlichen Stellplätzen befürchtet Jutta Metz (Freie Wähler) ein Parkchaos. Doch Architekt Wenderoth sieht keinen Anlass, das öffentliche Parkraumangebot zu erhöhen. „Der Gesetzgeber schreibt zehn Prozent der Wohnungsanzahl an Stellplätzen vor. Das haben wir erfüllt.“ Abgestimmt wird über den gesamten Entwurf erst im Sommer.

Lesen Sie jetzt