Erst im Oktober wurde der Radweg eröffnet und gleich vom OB getestet. Foto: factum/Bach

Baumfällarbeiten hinterlassen Furchen auf der frisch ausgebauten Strecke von der Kernstadt nach Warmbronn. Man habe sie aber zeitlich nicht anders legen können, begründet die Stadt die unglückliche Terminierung.

Leonberg - Erst Ende Oktober ist der Radweg von Leonberg nach Warmbronn fertiggestellt worden. Doch LKZ-Leser Stefan Rudolph meldet: Der Weg ist schon wieder zerstört. „Es finden Baumfällarbeiten statt, die Forstmaschinen fahren drauf, Baumstämme werden drübergezogen, dass es Furchen gibt“, sagt der Warmbronner. „Und dafür hat man eine Spezialfirma kommen lassen und Geld ausgegeben?“, fragt er. Für rund 10 000 Euro hatte die Stadt den bestehenden Geh- und Radweg zwischen Warmbronn und dem Warmbronner Ohr ausbauen und verbreitern lassen.

„Nicht optimal“ sei der Zeitplan, heißt es aus der Stadtverwaltung dazu. „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen ist es anders nicht möglich gewesen“, sagt Stadtsprecherin Undine Binder-Farr. Die Baumfällarbeiten seien dringend nötig gewesen, um die Verkehrswege sicher zu machen. In dem Bereich sei dies schon lange nicht mehr erledigt worden. Da in Warmbronn ohnehin die Hauptstraße saniert und zu diesem Zweck vollgesperrt wurde, habe man diese Arbeiten „drangehängt“. Beides zu verbinden sei sinnvoll gewesen, da die viel befahrene Straße gesperrt und auch der Busverkehr umgeleitet werden musste. So konnten die Arbeiter mit ihren schweren Maschinen ohne Einschränkungen arbeiten. „Den Radweg konnten wir aber erst machen, als das Radwegekonzept beschlossen war. Aber es musste noch in diesem Jahr sein, weil die Mittel entsprechend eingeplant waren. Da blieb nur ein kleines Zeitfenster bis zum Winter“, erklärt Binder-Farr. Die Alternativen wären gewesen, auf den Radweg oder die Baumfällarbeiten zu verzichten.

Nach Einschätzung des Leonberger Revierförsters Ulrich Gress sei der Schaden am Weg nicht so schlimm. „Es sind nur kleine Kratzer und keine Furchen. Wir werden den Radweg aber wiederherstellen“, sagt die Sprecherin der Stadt. Dafür müsse auch keine Spezialfirma engagiert werden. „Außerdem kann im Wald immer mal ein Hindernis auftauchen, etwa ein Ast auf dem Weg. Radfahrer sollten daher generell ihre Geschwindigkeit anpassen“, rät Binder-Farr.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: