23 Bands an drei Tagen – so sieht das Programm des Open-Airs aus. Foto: factum/Archiv

Das Warmbronner Open Air lockt vom 31. Juli bis 2. August mit 23 jungen und regionalen Bands. Die Organisatoren des Jugendhaus-Vereins sind schon ganz heiß aufs Festival.

Leonberg - Der Geburtstagskater ist längst vorüber und viel Zeit zum Verschnaufen hatte das Organisationsteam des Warmbronner Open Airs ohnehin nicht. Da galt es zum einen, das neue Jugendhaus fertigzustellen, es natürlich auch standesgemäß zu eröffnen. Und am vergangenen Woche war die Seebühne im Stadtpark gleich an zwei Abenden bei den Kinder- und Jugendtagen mit Bands zu bestücken.

„Die Vorbereitungen fürs Open Air laufen aber bestens, wir sind schon alle ganz heiß darauf“, sagt Marc Roman Stehle vom Organisationsteam. 23 Bands an drei Tagen geben sich am Warmbronner See die Ehre. Das Line-Up steht auch schon fest. „Wie gewohnt geht der Freitag mehr in Richtung Metal und Rock. Am Samstag sind Rock und Pop angesagt, der Sonntag ist dann gemischt“, sagt Stehle. Wie gewohnt setzt das Open-Air-Team auf viele junge und auch regionale Bands. Aber auch der ein oder andere Weitgereiste darf auf die Bühne.

Zu den „Local Heroes“ zählen „Triple F“ aus Leonberg, die jüngst ihr erstes Video produziert und veröffentlicht haben. Aus Rutesheim kommen „Madde und Band“ sowie das „Funk Kartell“ am Sonntag an den See. Stark vertreten ist auch die Nachbarstadt Gerlingen, aus der sich gleich drei Bands angesagt haben: „Daddi“ spielen Power-Pop auf Deutsch, „Speak through uprising“ rocken die Bühne mit Metalcore und „And she said“ sind im Alternative Rock zuhause. Die beiden letztgenannten waren auch jüngst beim Citylauf an der Strecke zu hören. Auch hier haben die Organisatoren des Jugendhaus-Vereins für Beschallung entlang der Wettkampfstrecke gesorgt. Die zwei Konzerte bei den Kinder- und Jugendtagen im Stadtpark sind stets eine Art Probelauf. „Wir versuchen immer, jungen Bands eine Chance zu geben“, meint Stehle. Auch wenn die nicht immer jedermanns Geschmack treffen. So gab es einige wenige Beschwerden am Wochenende, etwa im sozialen Netzwerk Facebook. „Aber es haben sehr viele reagiert und für Verständnis geworben. Diese Toleranz hat uns sehr gefreut“, erzählt der Open-Air-Chef.

Das dreitägige Festival ist ein prima Start in die Sommerferien. Der Eintritt ist frei. Auf dem Gelände wird ein kostenloser Campingplatz eingerichtet und umzäunt. Wohnmobile oder Wohnwagen sind nicht erlaubt. In denen kann aber auf dem benachbarten Parkplatz genächtigt werden.

Die Organisatoren hoffen auf ähnlich gute Besucherzahlen wie im vergangenen Jahr, als das Open Air 30. Geburtstag feierte. „Die zehn Jahre zuvor waren es Jahr für Jahr immer ein bisschen weniger Zuschauer geworden. Aber im vergangenen Sommer waren die Besucherzahlen einfach immens“, berichtet Mit-Organisator Stehle. Da fehlt eigentlich nur noch gutes Wetter. Wobei das Warmbronner Festival da meist immer schlechte Karten hatte. „Es hat eigentlich immer irgendwann an den drei Tagen geregnet. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, meint Marc Roman Stehle. Zumindest die Festival-Besucher haben sich vom Regen selten den Spaß verderben lassen. „Wenn das Line-Up stimmt, haben die Leute auch Bock und es ist etwas los.“

„Leute mit Bock“ sind auch im Organisationsteam gefragt. Dort steht in den kommenden Jahren wieder ein Generationenwechsel an. „Ich mache das jetzt schon etwa sechs Jahre. Im Studium war das auch alles kein Problem. Doch jetzt arbeite ich Vollzeit, da wird das schwieriger“, berichtet Stehle. Anderen im Team gehe es ähnlich.

Im Internet: www.openairwarmbronn.de

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