Vom Kita-Streik betroffen sind vor allem die anderen drei Großen Kreisstädte. Foto: dpa

In der Stadt ist nur der Spitalhof bestreikt worden, weil viele Kitas hier unter kirchlicher oder freier Trägerschaft stehen.

Leonberg - „Der Hort hat geschlossen.“ Die Tür an der Spitalschule zu eben jenem ist es am Donnerstag auch. Die Erzieherinnen befinden sich im Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. In Leonberg sind nur die Betreuerinnen im Spitalhof dem Aufruf gefolgt. Der Hort ist komplett zu. Im Kindergarten gibt es eine Notbetreuung und das auch nur für Kinder, deren Eltern berufstätig sind. Nur wenige Kinder sind deshalb am Nachmittag draußen in der Sonne und spielen. Die meisten haben anderweitig eine Betreuung organisiert, immerhin war der Ausstand mehrere Tage zuvor angekündigt worden.

In Herrenberg sind am Donnerstag alle Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen gewesen. Die Situation in Leonberg sei damit aber nicht zu vergleichen, erklärt die Pressesprecherin der Stadt, Undine Binder-Farr. Denn hier seien zwei Drittel der Krippen und Kindergärten in kirchlicher oder freier Trägerschaft. Und deren Angestellte streikten nicht. Dass in Leonberg meist nur der Spitalhof bestreikt wird, habe sich über die Jahre so entwickelt. „Dort sind einfach die meisten Erzieherinnen gewerkschaftlich organisiert“, begründet Binder-Farr.

Auch in den anderen großen Städten im Landkreis Böblingen lief alles ohne Probleme ab. In der Stadt Böblingen habe für sieben Kinder eine Notbetreuung organisiert werden müssen, sagt der Stadtsprecher Wolfgang Pfeiffer. Deutlich mehr waren es hingegen in Sindelfingen: vormittags 69 und nachmittags 81 Jungen und Mädchen nach Angaben der Stadt. In Herrenberg, wo wegen des Ausstands alle Kindertagesstätten geschlossen waren, gab es zwei Einrichtungen für die Notbetreuung für rund 90 Kinder. Es hätten damit alle Jungen und Mädchen betreut werden können, teilt die Stadtverwaltung mit. ulo/bik

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