Klaus-Peter Regler hat die Leitung des Leo-Centers von Lukas Rottmann übernommen. Foto: factum/Granville

Klaus-Peter Regler ist künftig der Manager des Leo-Centers. Der 48-Jährige hat 19 Jahre lang verschiedene Warenhäuser der Kaufhof-Kette in Deutschland geleitet. Den bisherigen Chef Lukas Rottmann zieht zur spanischen ECE-Tochter nach Madrid.

Leonberg - Ich habe schon ein paar Leonberger kennengelernt“, sagt Klaus-Peter Regler und will mit seiner Willkommensrede als neuer Manager des Leo-Centers weitermachen. Die Nachfrage „Menschen oder Hunde?“ verwirrt ihn, bringt aber das Begrüßungskomitee aus Händlern des Centers und Verantwortlichen aus Stadt und Politik zum Lachen. Doch der neue Chef nimmt es gelassen und verspricht, sich eingehend mit den großen, aber gutmütigen Vierbeinern zu befassen.

Am Montag wird Klaus-Peter Regler offiziell die Leitung von Lukas Rottman übernehmen, der das Leo-Center nach nicht einmal ganz zwei Jahren verlässt. Wenn Regler sein neues Büro betritt, sitzt der bisherige Chef bereits im Flugzeug nach Madrid, wo er neue Aufgaben bei der spanischen Tochtergesellschaft des Mutterkonzerns ECE übernimmt, der auch das Leo-Center betreibt. Und so ist die Willkommensfeier für den Neuen gleichzeitig die Abschiedsparty des Vorgängers. Unschwer zu erkennen an den spanischen Flaggen, der Dekoration in den Nationalfarben Rot und Gelb sowie Speisen und Getränken von der iberischen Halbinsel.

Viele Veranstaltungen in der neuen Stadtmitte

„Es waren zwei prägende und ereignisreiche Jahre für mich“, sagt der 29-Jährige, der die familiäre Atmosphäre im Einkaufszentrum und in der Stadt lobt. „Es ist schon ein besonderes Center innerhalb der ECE“, sagt er. In seine „Amtszeit“ fielen etwa große Ausstellungen wie die „Schlagerwelten“, einige Shop-Wechsel , aber auch die Jubiläumsausgabe der Tour de Natur.

„Das ist das erste, was mir aufgefallen ist: die vielen Veranstaltungen, die im Leo-Center stattfinden“, erzählt der neue Chef Klaus-Peter Regler, der nur vier Tage Zeit hatte, sich unter der Anleitung seines Vorgängers einzuarbeiten. Die nächste steht bereits vor der Tür: Nach dem Osterprogramm beginnt im Einkaufszentrum die große Reptilienschau.

„Das Leo-Center liegt sehr zentral, es ist ein Scharnier zwischen Altstadt und Eltingen. Und die Kunden sind uns sehr verbunden“, hat er schon herausgefunden. Um sich konkrete Ziele zu setzen, sei es noch ein wenig früh. „Ich kenne viele Zahlen, aber ich möchte das erst einmal erspüren“, sagt Regler. Seinen Vorgänger lobt er. „Lukas Rottman hat viel für das Center erreicht“, meint Regler. Das findet auch Werner Zerweck. Der Senior-Chef des Optiker-Fachgeschäfts hat es sich zur Tradition gemacht, die Leiter des Einkaufszentrum zu begrüßen und zu verabschieden.

Er spricht von guten Manieren, schwierigen Entscheidungen und dem Bemühen, die Vorgaben aus Hamburg nicht nur bestmöglich für den Gewinn, sondern auch bestverträglich für die Mieter zu gestalten.

Der Neue bringt viel Erfahrung mit

Ob der neue Center-Manager eine genauso kurze Halbwertzeit hat wie seine Vorgänger, die nie länger als zwei, drei Jahre geblieben sind? Dagegen spricht schon mal sein Alter. Mit 48 Jahren ist der gebürtige Essener um einiges erfahrener als seine Vorgänger, für die Leonberg oft eine der ersten Stationen auf dem Weg nach oben war. Erfahrung bringt Regler auf jeden Fall mit. 19 Jahre war er bei Galeria Kaufhof tätig. „Ich war schon in fast allen Bundesländern, aber der Flecken hier unten hat mir noch gefehlt“, scherzt Klaus-Peter Regler.

Das letzte Warenhaus, das er geleitet hat, steht in Speyer. „Die Stadt ist ähnlich groß wie Leonberg. Dort war ich auch Vorsitzender der City-Gemeinschaft“, erzählt er. Im Oktober 2015 wechselte er dann zum Hamburger Shopping-Center-Riesen ECE. „Ich habe unter anderem im OEZ gearbeitet, dem Olympia-Einkaufszentrum in München, das übrigens zur selben Zeit gebaut wurde wie das Leo-Center.“

„Ein Gegenpol war dagegen das MyZeil in Frankfurt“, erzählt Regler. Ob Frau und Sohn auch nach Leonberg kommen, steht noch nicht fest. „Mein Sohn wird im Herbst eingeschult. Ich möchte, dass er diese Zeit geregelt verbringt“, sagt der 48-Jährige. Bis dahin muss er ohnehin erst einmal eine Bleibe am Engelberg finden. „Das ist wirklich gar nicht so einfach“, hat er festgestellt.

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