So wird die Baustelle aussehen. Foto: Stadt Leonberg

Weil das alte Kino-Gebäude abgerissen werden soll, gibt es eine Spurverengung in Höhe der Bushaltestelle.

Leonberg - Der Berufsverkehr am Dienstagmorgen wurde noch abgewartet. Doch seit etwa 10 Uhr ist in der Grabenstraße die Fahrbahn verengt. Genauer gesagt auf Höhe des Hauses Nummer elf, das bis 2008 ein Filmtheater beherbergt hat. Dieses soll, wie berichtet, abgerissen und stattdessen zwei Mehrfamilienhäuser auf dem Grundstück errichtet werden. Solange Abriss und Neubau vonstatten gehen, muss dann ein Teil der Fahrbahn in der Grabenstraße gesperrt werden.

So soll etwa ein Kran aufgestellt werden, auch die Baufahrzeuge müssen vor dem Haus abgestellt werden. Die Baustelle für Abriss und Rohbau, die bis September dauern soll, wird gegenüber der Bushaltestelle vor der Kreissparkasse eingerichtet. An dieser Stelle ist die Fahrbahn durch die Haltestellenbucht im Grunde dreispurig, weswegen der Verkehr für beide Richtungen an der Baustelle vorbei geführt werden (siehe Grafik). Hier gilt jetzt Tempo 30. Allerdings müssen die Autofahrer nun warten, wenn Busse Fahrgäste ein- und aussteigen lassen. Gerade im Berufsverkehr könnte dies für noch längere Wartezeiten sorgen. Immerhin fahren täglich nach Angaben der Stadtverwaltung rund 24 000 Fahrzeuge durch das Nadelöhr am Rand der Altstadt. Die Grabenstraße ist noch Teil der Bundesstraße 295 und die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in der nördlichen Kernstadt.

Für die Dauer der Baustelle entfallen zudem der Gehsteig und der Radschutzstreifen. Radfahrer sollten dann auf die Straße „Im Zwinger“ ausweichen.

Ein Investor will das Gebäude des alten Kinos in der Grabenstraße abreißen und hier bis durchgehend zur Straße „Im Zwinger“ zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Geplant sind zehn Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern und einer Wohnfläche von 68 bis 134 Quadratmetern. Der Bauherr wollte schon Anfang Februar loslegen. Doch mit Blick auf den Pferdemarkt und den Umzug, der traditionell durch die Grabenstraße führt, wurde der Termin auf Mitte des Monats verlegt.

Gleichzeitig mit der Baustelle wird auch das benachbarte Gebäude Nummer 13 saniert, das bereits 1998 mit viel Aufwand verschönert worden ist. Parken sollen die künftigen Bewohner dann unter der Altstadt. Der Investor hat dafür bereits Stellplätze in der Tiefgarage unter dem Marktplatz angemietet.

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