Foto: Plug and Work

Wenn die Leonberger Traditionsfirma Dexina im Januar 2013 vollständig die Engelberg-Stadt verlässt, zieht sie im Flugfeld in ein prominentes Umfeld. Das Forum 1 ist nicht nur die Adresse der Luft- und Rahmfahrtakademie, sondern auch ein Park für viele kleine und mittlere Unternehmen.

Leonberg - Wenn die Leonberger Traditionsfirma Dexina im Januar 2013 vollständig die Engelberg-Stadt verlässt, zieht sie im Flugfeld in ein prominentes Umfeld. Das Forum 1 ist nicht nur die Adresse der Luft- und Rahmfahrtakademie, sondern auch ein Park für viele kleine und mittlere Unternehmen. „Bei uns haben sich allein 40 Firmen niedergelassen“, berichtet Gregor Rothgangel stolz, der Geschäftsführer des Businesscenters „Plug and work“. Darunter sind international agierende Firmen wie der Navigationshersteller und Daimler-Zulieferer Garmin genauso wie kleiner Firmen: eine Physiotherapie-Praxis, ein Callcenter, oder eine Schuldnerberatung, eine Rechtsanwaltskanzlei. Sogar ein Psychiater residiert in den Räumen. Die Dexina-Academy gehört auch schon zu den Mietern, im nächsten Jahr will der Leonberger IT-Dienstleister ganz dorthin ziehen. Das gesamte dritte und vierte Geschoss des markanten roten Baus, der unter dem Namen Forum 1 firmiert und auch die Luft- und Raumfahrt-Akademie beherbergt, hat „Plug and work“ vor einem Jahr mit der Einweihung übernommen. Von den 2500 Quadratmetern Bürofläche ist momentan laut dem Geschäftsführer etwa die Hälfte an Firmen vermietet.

Es gibt 18 Businesscenter dieser Art

„Plug and work“ – frei übersetzt einstöpseln und arbeiten – ist mehr als ein Vermieter von Büroräumen. „Wir bieten komplette Bürolösungen“, erklärt Rothgangel das Konzept. Die Mieter erhalten ein möbliertes Büro inklusive Telefon und Computeranschlüssen. Lediglich die PCs müssen sie mitbringen. Sie können zusätzlich die Konferenzräume nutzen sowie die Teeküche, in der es immer frischen Kaffee gibt. Bei Bedarf übernehmen die Mitarbeiter am Empfang Telefondienste und Postgänge für die Mieter. Etwa 800 Euro pro Monat und Arbeitsplatz kostet dieser Service inklusive Miete.

„Ideal ist unser Angebot für kleine Firmen mit vier bis zwölf Mitarbeitern, die die Start-up-Phase gerade hinter sich gelassen haben“, sagt Rothgangel. Möglich sei aber auch, dass ein Existenzgründer, der überwiegend von zu Hause arbeite, die Adresse Konrad-Zuse-Straße 1 als virtuelles Büro nutze, und dort gelegentlich Kunden empfange. „Gerade für Start-up-Unternehmen ist es wichtig, eine repräsentative Adresse zu haben und bei Bedarf auch einen Telefonservice“, meint Rothgangel.

Solche Businesscenter gebe es in Deutschland bereits seit den 1970er Jahren, sagt Rothgangel. „Doch sie machen nur acht Prozent bei den Gewerbevermietungen aus.“ Viele Firmen wüssten gar nicht, dass es eine solche Alternative zu einer normalen Büroanmietung gebe, glaubt der Geschäftsführer. Dabei lägen die Vorteile auf der Hand. Die sieht er vor allem in der Flexibilität: Mietverträge können über drei, sechs, neun oder zwölf Monate abgeschlossen werden. Die Firma kann mit einem Büro beginnen und später weitere Flächen hinzumieten. Oder sie kann eben auch umgekehrt bei einer Auftragsflaute auch wieder Büros abgeben. Europaweit besitzt die Unternehmensgruppe „Plug and Work“ 18 Businesscenter, darunter zwei in Stuttgart. Sie hat inzwischen auch ihren Hauptsitz auf dem Flugfeld: „Das ist eine Topadresse.

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