70 Plätze für Flüchtlinge sollen in dem jetzt noch geöffneten Hotel entstehen. Foto: dpa

Der Landkreis ist sich einig mit den Besitzern eines Hotels im Ramtel. Noch fehlt die Unterschrift beim Notar. Doch dann kann gleich mit Umbau begonnen werden, damit im Sommer die ersten Flüchtlinge einziehen.

Leonberg - Wo jetzt noch Hotelgäste übernachten, sollen schon im Sommer Asylbewerber unterkommen. Wie das Landratsamt Böblingen auf Anfrage mitteilt, ist der Kauf eines Hotels im Leonberger Stadtteil Ramtel so gut wie abgeschlossen. Mit der Eigentümergemeinschaft sei man sich einig. Was noch fehlt, ist die abschließende Unterschrift unter den Kaufvertrag beim Notar. Das sei jedoch nur noch eine Formsache.

Bis zum Sommer soll das Hotel Online Garni dann zur staatlichen Gemeinschaftsunterkunft mit bis zu 70 Plätzen für Asylbewerber umgebaut werden. Diese bleiben dort, bis über ihren Asylantrag entschieden wurde. Im vergangenen September hatte der Landkreis auf dem Gelände von Krankenhaus und Berufsschulzentrum in Leonberg eine Sammelunterkunft für bis zu 147 Menschen eröffnet. Im dem Gebäude hatten zuvor Azubis gewohnt.

Nun kommen in Leonberg weitere 70 Plätze dazu, dann sind es 217. Damit liegt Leonberg bei der gleichen Zahl, die Herrenberg schon jetzt hat. In Böblingen erhöht sich die Kapazität der kreiseigenen Sammelunterkünfte in diesem Jahr von 210 auf 260. In Sindelfingen, wo es bislang noch keine Asylbewerberheime gab, werden in diesem Jahr drei Unterkünfte mit insgesamt 250 Plätzen eröffnet. So verteilen sich die aktuell 900 Plätze auf acht Standorte in sieben Kommunen im Landkreis. Bis Ende des Jahres soll es 15 Gemeinschaftsunterkünfte mit jeweils maximal 150 Bewohnern geben. Bis Ende des Jahres muss der Kreis Böblingen über etwa 1900 Plätze verfügen, um alle Asylbewerber unterzubringen, die ihm zugewiesen werden. Dafür investiert der Landkreis etwa vier Millionen Euro in diesem Jahr. Dazu kommen 20 neue Stellen, die inzwischen geschaffen wurden, sieben weitere sind geplant.

Den Kauf des Hotels im Ramtel hatte die Stadt Leonberg im vergangenen Jahr vermittelt. „Die Flüchtlinge sind da. Wir stellen uns dieser Herausforderung“, hatte der Oberbürgermeister Schuler dazu im Dezember gesagt. Die Stadt selbst hatte sich das Hotel angesehen für städtische Unterkunft für Flüchtlinge. Dafür hatte sich das Gebäude aber als ungeeignet erwiesen.

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