Lärmschutz ist ein großes Thema in Ditzingen – speziell in Heimerdingen. Foto: epd

Heimerdingen ächzt unter Verkehrslärm. Nun reagiert die Stadt Ditzingen mit einem Lärmaktionsplan – und prüft darüber hinaus ein Tempo-Limit auf der A81.

Wie kann es in der Stadt leiser werden? Die Stadt Ditzingen ist entsprechend der EU-Umgebungsrichtlinie, die durch das Bundesimmissionsschutzgesetz nationales Recht wurde, rechtlich dazu verpflichtet, eine Lärmaktionsplanung zu erstellen und fortzuschreiben. Ziel ist es, schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Flächen, deren Nutzung mit einer hohen Ruheerwartung verbunden ist, sollen als „ruhige Gebiete“ erhalten werden.

 

Nach einer Ermittlung der Lärmpegel und den daraus resultierenden Betroffenheiten sind daran anschließend geeignete Maßnahmen zur Geräuschminderung in Lärmaktionsplänen zusammenzustellen. Das daraus resultierende Konzept ist nicht neu, die Stadt hat ein Fachbüro mit der inzwischen dritten Fortschreibung beauftragt.

Ditzingen: Zuschüsse für Lärmschutz-Fenster?

Der erste Schritt ist gemacht, der Entwurf ist beschlossen. Nachdem auch die Bürger eingebunden wurden und Anregungen eingearbeitet sind, wird der Gemeinderat die Fortschreibung endgültig beschließen.

In Heimerdingen ist vor allem der Durchgangsverkehr ein Problem. Foto: Simon Granville

In Bereichen, in denen es zu Grenzwertüberschreitung am Tag beziehungsweise in der Nacht kommt, bestehen mehrere Möglichkeiten, um die Lärmwerte zu reduzieren. Zunächst sind laut der Verwaltung Geschwindigkeiten zu reduzieren. Wenn die zulässigen Grenzwerte dennoch überschritten werden oder eine geringere Geschwindigkeit nicht möglich ist, können Eigentümer einen Antrag auf Förderung von Schallschutz-Fenster stellen. Zudem ist zu prüfen, ob der Einbau eines lärmärmeren Fahrbahnbelags sinnvoll ist.

Mehrere Straßen in Heimerdingen vom Lärm betroffen

In Ermangelung einer Umgehungstraße ist Heimerdingen besonders vom Durchgangsverkehr belastet. Als besonders lärmintensive Punkte wurden etwa die Feuerbacher, Rutesheimer und Hochdorfer Straße ausgemacht, in der Kernstadt unter anderem die Münchinger Straße und das Wohngebiet entlang der A 81.

In diesem Fall wurde die Autobahn GmbH angefragt, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung von weniger als Tempo 130 und für den Schwerlastverkehr von weniger als 80 rechtlich möglich sind.