Leinfelden-Echterdingen/Wadenbuch Mundartmimen spielen für den guten Zweck

Von Otto-H. Häusser 

Die Mitglieder von Boggschdarg wollen auch dieses Mal ihre Zuschauer gut unterhalten. Foto: Otto-H. Häusser
Die Mitglieder von Boggschdarg wollen auch dieses Mal ihre Zuschauer gut unterhalten. Foto: Otto-H. Häusser

Die Darsteller von Boggschdarg eröffnen am Samstag mit dem Stück „Sode Luagabeitl“ ihre Theatersaison. Auch dieses Mal soll ein Teil der Einnahmen samt Spenden der Zuschauer einem Menschen helfen.

L.-E. - Das Besondere an der in Waldenbuch auftretenden Mundarttruppe aus Leinfelden-Echterdingen ist, dass sie für einen guten Zweck auftritt. Dieses Mal geht ein Teil der Einnahmen plus Spenden an den eineinhalbjährigen Matti, der unter einer Speiseröhren-Missbildung leidet und immer wieder behandelt werden muss.

Auch dieses Mal hat, wie in den Jahren zuvor, ein Prominenter die Schirmherrschaft für die Benefiz-Aktion übernommen. Die Fraktionsvorsitzende der CDU Leinfelden-Echterdingen, Ilona Koch, wirbt für die Unterstützung des kleinen Matti. Der Vorsitzende von Boggschdarg, Willy Göttling, hofft, dass wieder viel Geld zusammenkommt. Bei den Vorstellungen wird ein Kässle aufgestellt, in das die Zuschauer ihre Spende werfen können.

Am Samstag ist die Premiere

Am Samstag besteht zum ersten Mal die Möglichkeit dazu. Dann kommt das Mundartstück „Sode Luagabeitl“ erstmals zur Aufführung. Die Mimen von Boggschdarg haben unter erschwerten Bedingungen geübt. „Im vergangenen Jahr konnten wir nur in Wohnungen spielen“, erzählt der Vorsitzende Willy Göttling.

Seit Anfang dieses Jahres war die Bühne der Stadionhalle Waldenbuch für Proben mit den richtigen Requisiten frei. Achtmal konnte deshalb unter echten Bedingungen geübt werden. „Das ist natürlich ein gewaltiger Unterschied zur Probe im Wohnzimmer“, sagt Göttling. Auf der Bühne sei man viel mehr in Bewegung und habe ganz andere Laufwege. Er ist deshalb froh, dass der TSV Waldenbuch die Halle immer wieder zur Verfügung stellt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Pächter des benachbarten Ritterstübles klappe prima.

Das Stück „Sode Luagabeitl“ handelt von einem Großbauern, der unter dem Pantoffel seiner Frau steht. Um wenigstens ab und zu ins Wirtshaus zu kommen, erfindet er eine Erbtante, die in Stuttgart wohnt und seine Besuche erwartet. Als die Frau des Bauern die Tante kennenlernen will, ist guter Rat teuer. Da kommt der Freund des Bauern ins Spiel. Er, der zuhause unter der Fuchtel seiner giftigen und verschlagen agierenden Frau steht, soll sich als Erbtante verkleiden.

Das Original heißt „Vinzenz in Nöten“

Sieben Amateur-Schauspieler bringen das Stück auf die Bühne. Weitere Mitglieder des 23 Personen starken Vereins wirken im Hintergrund – sei es in der Maske, im technischen Bereich oder als Souffleur. Die Regie haben Willy Göttling und Thomas Lenz übernommen. Sie entwarfen auch das Bühnenbild. Willy Göttling hat außerdem das Originalstück „Vinzenz in Nöten“ von Emil Stürmer ins Schwäbische übersetzt. Er ist stolz, dass der Verein in den 16 Jahren, in denen auch als Theaterkarra gespielt wurde, bereits rund 60 000 Euro für gute Zwecke gesammelt hat.

Die Aufführungen des Stücks mit dem Titel „Sode Luagabeitl“ der Theatergruppe Boggschdarg sind jeweils am 20. und 27. Januar, am 24. Februar, am 3., 10. und 17. März sowie am 21. und 28. April und am 5. Mai 2018. Beginn ist jeweils um 20 Uhr in der Waldenbucher Stadionhalle an der Echterdinger Straße 81. Einlass ist bereits von 18 Uhr an. Eintrittskarten für das Mundartstück können zum Preis von zwölf Euro im Vorverkauf unter der Telefonnummer 07 11/79 17 82 oder per E-Mail an die Adresse info@boggschdarg.de bei Christ’l Göttling bestellt werden.

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