In Leinfelden-Echterdingen war einiges los beim Krautfest. Foto: /Stock Adobe/Rothlehner Florian

Am Wochenende, als das Krautfest in Leinfelden-Echterdingen war, hatten die Abschlepper in der Stadt Hochbetrieb. In Leinfelden haben sie 18 falsch geparkte Autos an den Haken genommen, in Echterdingen waren es sogar 50.

Leinfelden-Echterdingen - Die Kennzeichen sagen für den Anwohner mal wieder alles. Autos mit PF, WN und GP standen am Straßenrand, während andere längst umgeparkt worden waren – und mussten am Samstagmorgen vor einer Woche per Abschlepper entfernt werden. Wegen des Filderkrautfestes hatte die Stadtverwaltung Leinfelden-Echterdingen vielerorts Halteverbotsschilder installiert. „Die Anwohner haben das früh gemerkt“, sagt der Mann, der an der Ecke Schönbuch- und Kirchstraße wohnt. Nur die, die mutmaßlich im Urlaub am Strand lagen und ihre Autos währenddessen im Wohngebiet gelassen hatten, die hatten nichts mitbekommen. „Jedes zehnte Auto hier kommt von auswärts“, sagt der Mann. Er spricht von einem Dauerzustand. Oft seien Zufahrten zu Grundstücken zugeparkt.

Feuerwehrzufahrten seien zugeparkt gewesen

Neu ist die Nachricht von den sogenannten Mallorca-Parkern nicht. Am jüngsten Filderkrautfest ist das Problem jedoch mal wieder besonders augenscheinlich geworden. Laut Jutta Rößler, der stellvertretenden Ordnungsamtsleiterin, wurden am Samstagmorgen in Leinfelden acht Autos an den Haken genommen, sieben an der Kirchstraße und einer an der Echterdinger Straße.

Kein Vergleich aber zu dem, was in Echterdingen zu tun war. Das gesamte Wochenende über habe man zusammengenommen um die 50 Fahrzeuge abschleppen lassen, „es war schon viel dieses Jahr. Das hat schon bei der Busumleitung angefangen“, sagt Jutta Rößler. Auch Feuerwehrzufahrten seien zugeparkt gewesen. Tatsächlich seien die entfernten Fahrzeuge überwiegend hiesige, also mit ES-Kennzeichen gewesen, aber auch Böblinger, Nürtinger, Stuttgarter, Augsburger, Kulmbacher oder ein Auto aus dem Lahn-Dill-Kreis habe man mitgenommen.

Das Parkraummanagement steht in den Startlöchern

Tage zuvor – mindestens drei volle müssen es rein rechtlich sein – waren Halteverbotsschilder aufgebaut worden. Dass auch hier wieder etliche Fahrzeughalter im Urlaub gewesen seien, „der Gedanke liegt nahe“, sagt Rößler.

Einmal mehr wird in der Stadt der Ruf nach dem Parkraummanagement laut. An dem wird seit Monaten im Rathaus gearbeitet. Das Ziel: Anwohnerparkausweise in bestimmten Gebieten ausgeben, um die ungeliebten Ferienparker endlich loszuwerden. Und an dem Ziel wird auch weiterhin festgehalten. „Es gibt einiges vorzubereiten“, sagt die stellvertretenden Ordnungsamtsleiterin Jutta Rößler, etwa in Sachen EDV. Einen Anbieter, der die Umsetzung übernehmen soll, habe man bereits im Auge, und „auch die Schilder müssten jetzt kommen“, betont sie. In anderen Fragen bedürfe es indes noch des grünen Lichts aus dem Regierungspräsidium. Dennoch halte man weiter am Plan fest, noch dieses Jahr mit dem Parkraummanagement zu starten. Jutta Rößler: „Man ist im Wort.“

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