Die Jugendgemeinderäte zweier Kommunen fordern frei zugängliches WLAN. Foto: dpa

Die Stadt als digitale Kommune zukunftsfähig machen: Das wünschen sich Nachwuchspolitiker in Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt. In L.-E. haben die Jugendlichen bereits Unterstützer gefunden.

Filder - G
ute Nachrichten für die Jugendgemeinderäte von L.-E.: Die Fraktionsgemeinschaft L.E. Bürger/FDP, die Grünen und auch die Verwaltungsspitze unterstützen den Wunsch der Nachwuchspolitiker auf freies WLAN in der Stadt. Das wurde am Rande der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich. Jürgen Kemmner (L.E. Bürger/FDP) sagte: „Wir würden uns dafür stark machen.“ Es gehe lediglich darum, den Antrag zu stellen, konkrete Projekte könnten im neuen Jahr nachgeliefert werden. David Armbruster (Grüne) sagte: „Wir verlieren hier nichts.“

Geld wird nach dem Windhundprinzip verteilt

Das Jugendparlament hatte die Verwaltung am Rande der Sitzung aufgefordert, sich noch in diesem Jahr für eine EU-Förderung zu bewerben. Der Vorstoß war bereits Thema in der jüngsten Jugendgemeinderatssitzung gewesen (wir berichteten). „Das ist auch online möglich“, erklärte Jugendgemeinderat Daniel Krusic nun den Fraktionen. Allerdings dränge die Zeit. Denn das Geld werde nach dem sogenannten Windhundprinzip verteilt. Das heißt, dass jene Kommunen gefördert werden, die sich als erstes bewerben. „Wir schauen, dass wir das hinbekommen“, versprach Oberbürgermeister Roland Klenk.

Derweil macht sich in der Nachbarkommune Filderstadt ebenfalls der Jugendgemeinderat für frei zugängliche WLAN-Internet-Spots stark. Die Nachwuchspolitiker forderten in ihrer Haushaltsrede „Filderstadt als digitale Kommune zukunftsfähig zu machen“. Sie können sich einen freien Netzzugang an öffentlichen Plätzen und zentralen Knotenpunkten wie Sportplätzen, Bushaltestellen oder gar in Bussen vorstellen. Der Gemeinderat wird sich Antrag 2018 im Rahmen der Etatberatungen mit dem Vorstoß befassen.

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