2019 hatte das Krautfest zuletzt regulär stattgefunden. Foto: Roberto Bulgrin

Das vergangene Jahr hat gezeigt: Nichts ist sicher planbar. Deshalb hält sich die Stadt Leinfelden-Echterdingen alle Optionen beim Krautfest offen – und plant zunächst zweigleisig.

Leinfelden-Echterdingen - Die Inzidenzen sind derzeit niedrig. Das nährt bei den Organisatoren des Filderkrautfestes Hoffnungen. Allerdings weiß auch die Stadtverwaltung von Leinfelden-Echterdingen, dass bis zum Beginn des 43. Filderkrautfestes im Oktober wieder alles anders sein könnte. Deshalb wurde während der jüngsten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses beschlossen, erneut ein digitales Krautfest durchzuführen, sofern die Coronalage im Herbst kein traditionelles Straßenfest zulässt.

„Wirklich Lust auf ein weiteres rein digitales Krautfest hat eigentlich niemand“, sagte der Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell. Auch wenn das digitale Krautfest im vergangenen Jahr fraktionsübergreifend gelobt wurde, wurde doch gleichzeitig betont, dass man sich wieder ein echtes Straßenfest wünsche. „Wir wollen uns mit Optimismus auf den Weg machen“, meinte Kalbfell. Vielleicht sei ein Krautfest mit Tests, Einlasskontrollen oder Ähnlichem möglich. „Da muss man kreativ sein“, sagte der Bürgermeister.

50 000 Euro für digitales Krautfest genehmigt

Falls öffentliche Veranstaltungen zu dem Zeitpunkt gar nicht möglich sein sollten, möchte die Stadt eben auf ein digitales Krautfest vorbereitet sein. Den dafür notwendigen Beschluss hat der Ausschuss am Dienstag gefasst. 50 000 Euro wurden damit schon einmal für das digitale Krautfest genehmigt. Im Juli soll mit Vertretern der Vereine und Teilorte das weitere Vorgehen besprochen werden.

Bis zur endgültigen Entscheidung soll zweigleisig geplant werden. Zugute kommt der Stadt dabei die Erfahrung des digitalen Krautfestes im vergangenen Jahr. Der Aufwand sei zwar enorm gewesen, berichtete die Leiterin der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, Angelika Goldak. Aber: „Es hat sich aus unserer Sicht als Marketing für unsere Stadt ausgezahlt.“

Was auch nach Corona bleiben könnte

Es sei wichtig gewesen, die Krautfestreihe nicht abreißen zu lassen und die Tradition zu pflegen. Beiträge wie die Spitzkraut-Classics, das Krautkopfstemmen, eine Live-Kochshow oder der Wettbewerb „Krautkopfschmücken“, hätte viele Menschen vor den Bildschirmen begeistert. „Wir haben viele gute Rückmeldungen bekommen“, so Goldak. Einige digitale Elemente könnten aus ihrer Sicht auch bei der Durchführung eines herkömmlichen Straßenfestes in Zukunft als Marketing für Leinfelden-Echterdingen beibehalten werden.

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